Im Landkreis Aichach-Friedberg hat sich in letzter Zeit einiges getan, was die kommunale Selbstverwaltung anbelangt. Die neu gewählten Gemeinde- und Stadträtinnen und -räte erhielten eine praktische Einführung in ihre Ämter. Diese Schulung fand im Landratsamt statt und umfasste eine Vielzahl von Themen. Von der Kommunalen Selbstverwaltung über den Ablauf von Sitzungen bis hin zur Haushaltsplanung – alles war dabei. Und das Beste: Es gab auch Raum für Bürgerbeteiligung, Demokratieförderung und die Stärkung des Ehrenamts. Die Veranstaltungsreihe „Einführungswissen für neu gewählte Mandatsträger“ bestand aus zwei Teilen und wurde vom Bildungsbüro und der Freiwilligenagentur des Landrats organisiert. Über 40 Teilnehmer konnten an informativen und unterhaltsamen Samstagen teilnehmen.

Das Besondere an diesen Schulungen war die Atmosphäre. Die Referenten gestalteten ihre Vorträge anekdotisch und in einer lockeren Stimmung. So berichtete Anton Demmel, ein ehemaliger Bürgermeister, von seinen Erfahrungen aus zwölf Jahren im Amt und gab einen Einblick in die Aufgabenfelder der Gemeinderäte. Reinhold Dendorfer, der Finanzreferent in Friedberg, erklärte anschaulich, wie die Finanzierung von Gemeinden funktioniert. Und Stefanie Siegling von der Freiwilligenagentur zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Götz Gölitz vom Bildungsbüro informierte über das Bundesförderprogramm „Demokratie leben!“ und entwickelte Maßnahmen zur Stärkung des Miteinanders. Ein informeller Austausch war für die Beteiligten besonders wichtig, um voneinander zu lernen und Netzwerke zu knüpfen. Quelle.

Engagement in den Kommunen

Doch wie sieht es eigentlich bundesweit mit dem Thema Engagement und Ehrenamt aus? Hier kommt eine neue Studie ins Spiel, die von Dezember 2023 bis November 2024 durchgeführt wird. Sie untersucht, wie Kommunen in Deutschland Engagement und Ehrenamt unterstützen können. Eine umfassende Untersuchung mit 828 Kommunen durch eine bundesweite Online-Befragung sowie qualitative Interviews mit Experten steht auf dem Plan. Das Ziel: herauszufinden, welche Faktoren das Engagement in den Gemeinden positiv beeinflussen können.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Würdigung der Engagierten eine zentrale Aufgabe der kommunalen Engagementförderung darstellt. Kommunen spielen hierbei eine entscheidende Rolle in der Anerkennungskultur. Aber es gibt auch eine wichtige Erkenntnis: Der politische Wille der Entscheidungsträger hat einen großen Einfluss auf den Erfolg von Engagementförderung. Besonders die aktive Unterstützung durch Bürgermeister kann die Wahrscheinlichkeit für ein lebendiges Engagement erhöhen. Schlüsselfaktoren sind unter anderem die vorhandene Infrastruktur, die sozioökonomische Lage der Kommune und die Verfügbarkeit von Unterstützungs- und Förderangeboten. Finanzielle Unterstützung hat sich als eine der wichtigsten Maßnahmen herausgestellt – immerhin 69,9 % der Fachleute sind sich einig, dass dies entscheidend ist. Quelle.

Politische Unterstützung und Engagement

Ein weiteres spannendes Ergebnis der Studie ist die Empfehlung, klare Verantwortlichkeiten in der Engagementförderung innerhalb der Verwaltungen zu schaffen. Es wird empfohlen, eine zentrale Ansprechperson für Engagierte und Vereine zu benennen, um ihre Anliegen zu koordinieren. Die Unterstützung bei der Akquise und Verwaltung von Fördermitteln könnte durch zentrale Informationsplattformen, Schulungsangebote und Beratungsstellen verbessert werden. Das klingt doch nach einem Plan, oder? Schließlich ist es wichtig, dass die Akteure vor Ort gut vernetzt sind, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Versorgungslücken zu schließen.

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Insgesamt zeigt sich, dass die Themen Engagement und Ehrenamt nicht nur in Aichach-Friedberg, sondern auch darüber hinaus große Bedeutung haben. Die Kommunen stehen in der Verantwortung, eine Kultur der Anerkennung und Unterstützung zu schaffen, um die aktive Bürgerbeteiligung zu fördern. Und das nicht nur sporadisch, sondern nachhaltig. Denn ohne politischen Willen wird es schwer, die lebendige Engagementszene aufrechtzuerhalten. Die kommenden Monate könnten entscheidend dafür sein, wie sich das Ehrenamt in Deutschland entwickeln wird. Quelle.

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