Heute ist der 1. Mai 2026 und in den Orten des Landkreises Aichach-Friedberg wird mit bunten Maibaumfesten der Frühling begrüßt. Die Wettervorhersage verspricht strahlenden Sonnenschein und ideale Bedingungen für die Feierlichkeiten, die in vielen Gemeinden stattfinden. Es gibt zahlreiche Maibaumaufstellungen, die traditionell mit Festen verbunden sind, in denen das gesellige Zusammensein im Vordergrund steht.
In Adelzhausen zum Beispiel wird um 10 Uhr der Maibaum mit einem Bagger aufgestellt. Danach lädt das Feuerwehrhaus zum Fest mit Mittagessen, Kaffee, Kuchen und einem Weizenkarussell ein. Die Straße wird für die Kinder gesperrt, sodass sie ungestört spielen und malen können. Ein ganz besonderes Erlebnis!
Maibaumfeste in Aichach
Aichach selbst hat gleich fünf Maibäume, die aufgestellt werden. In Ecknach beginnt das Fest um 10 Uhr mit einem Umzug auf dem Dorfplatz und die Maibaumaufstellung folgt um 10.45 Uhr. Ein Mittagstisch und eine Hüpfburg sorgen dafür, dass der Spaß nicht zu kurz kommt, während ein DJ für die musikalische Untermalung sorgt. Oberbernbach feiert mit einer Maibaumsegnung an der Kirche um 10 Uhr, gefolgt von einer fröhlichen Feier. Sulzbach hat seinen Gottesdienst um 10.30 Uhr und die Maibaumaufstellung findet um 13 Uhr statt. Hier wird auch eine alte Maibaumversteigerung angeboten – das gibt es nicht überall!
Affing startet den Tag mit einem Gottesdienst um 9 Uhr, gefolgt von der Maibaumsegnung und -aufstellung um 10 Uhr. Die Feierlichkeiten rund um den Schlossstadl versprechen ein buntes Programm mit Auftritten von Kindergartenkindern und einer Volkstanzgruppe. Um 17 Uhr steigt ein Stimmungsabend. Und auch in Pichl wird gefeiert, mit einem Festbeginn um 9.30 Uhr, das eine Maibaumsegnung und -aufstellung beinhaltet. So viel Tradition – da fühlt man sich doch gleich wohl!
Traditionen rund um den 1. Mai
Der 1. Mai hat jedoch nicht nur mit Maibaumfesten zu tun. Er ist auch der Tag, an dem die sogenannte Walpurgisnacht gefeiert wird, die Nacht zum 1. Mai – ein Brauch, der tief in der deutschen Folklore verwurzelt ist. Ursprünglich war dieser Tag mit der heiligen Walburga verbunden, die im 8. Jahrhundert lebte. Um den 1. Mai wird nicht nur der Frühling begrüßt, sondern auch eine Zeit, in der Hexen laut Volksglauben um ein Feuer tanzen, um böse Geister und Krankheiten zu vertreiben. In einigen Regionen springen Verliebte über das Feuer, um ihre Liebe zu besiegeln – sozusagen ein romantisches Frühlingsritual!
Die Maibaumtradition symbolisiert Wachstum und neues Leben und hat sich im Lauf der Jahrhunderte vielfältig entwickelt. Von der Maibaumversteigerung, die oft ein männlich geprägtes Spektakel ist, bis hin zu den verschiedenen Bräuchen, die in den Dörfern gepflegt werden. Während der Maibaum in vielen Dörfern geschmückt und aufgestellt wird, gibt es auch oft Regeln, wie er „gestohlen“ werden kann – ein Spaß, der die Dorfgemeinschaft zusammenbringt.
Ebenso ist der 1. Mai, der sich aus den Feierlichkeiten der Walpurgisnacht und der Walpurgisnacht selbst entwickelt hat, im 20. Jahrhundert zu einem Feiertag geworden, der an die Arbeiterbewegung erinnert. Der Ursprung liegt in einem Generalstreik in den USA im Jahr 1886, der zu einem internationalen Gedenktag für bessere Arbeitsbedingungen führte.
So kann man sagen, dass der 1. Mai in Deutschland ein Tag voller Traditionen ist, die sowohl den Frühling als auch den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen zelebrieren. In Aichach-Friedberg wird dies heute mit einem bunten Programm aus Maibaumaufstellungen und Festen gefeiert. Und wenn das Wetter mitspielt, steht einem unvergesslichen Tag nichts im Wege!