Am Sonntag, den 26. Juli, heißt es wieder „Auf die Räder, fertig, los!“ für alle Fahrradbegeisterten in Altötting. Die Bürger- und Touristinfo hat eine geführte Radtour organisiert, die die Teilnehmer in das idyllische Kirchweihdach führt, wo die Gartenbäuerin Michaela Stelzenberger auf sie wartet. Das Motto der Tour „Gartenschätze mit Tradition“ klingt vielversprechend und erweckt die Neugier auf alte Pflanzen und nachhaltige Anbauweisen.

Die Tour wird von zertifizierten Radtourenleitern des ADFC begleitet, die nicht nur den Weg weisen, sondern auch spannende Einblicke in die regionale Gartenkultur geben. Themen wie der Anbau heimischer Pflanzen, die Verarbeitung von Kräutern und die saisonale Ernte stehen auf dem Programm. Besonders interessant ist die Haltbarmachung von Erzeugnissen und der natürliche Pflanzenschutz, den Michaela Stelzenberger auf ihrem Hof praktiziert. Sie ist eine wahre Hüterin alter Pflanzensorten und setzt sich dafür ein, dass diese nicht in Vergessenheit geraten.

Ein Blick in die Natur und die Vielfalt der Pflanzen

Treffpunkt ist um 10 Uhr vor dem Rathaus Altötting. Von dort aus geht es auf eine etwa 40 Kilometer lange Strecke, die in etwa fünf Stunden zurückgelegt wird. Der Preis von 49 Euro pro Person ist mehr als fair, denn darin sind nicht nur die geführte Tour enthalten, sondern auch eine leckere Brotzeit und ein erfrischendes Getränk. Wer sich für die Tour interessiert, sollte sich sputen! Die Anmeldung ist bis Mittwoch, den 22. Juli, möglich – entweder persönlich oder online unter altoetting.de/fahrradtipps.

Es ist eine großartige Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt der Region zu entdecken und gleichzeitig etwas über alte, beinahe vergessene Pflanzenarten zu lernen. Diese Pflanzen sind nicht nur eine Bereicherung für jeden Garten, sondern auch wichtig für unsere Ernährungssicherung. Laut der FAO sind weltweit 75% der Kulturpflanzensorten in den letzten 100 Jahren verschwunden – in der EU sind es sogar 90%. Das ist alarmierend, denn es zeigt, wie wichtig der Erhalt der Vielfalt in der Landwirtschaft ist.

Die Bedeutung alter Sorten für die Zukunft

Die alte Sorte „Berner Rose“ oder die „Green Zebra“ sind nur zwei Beispiele, die fast aus den Regalen verschwunden sind. Viele der alten Obst- und Gemüsesorten sind nicht nur rar, sondern auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Diese Sorten können oft widerstandsfähiger sein als ihre modernen Verwandten. Wenn wir also alte Pflanzen im eigenen Garten oder auf dem Balkon ziehen, leisten wir einen Beitrag zur Biodiversität.

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Verschiedene Erhaltungsinitiativen geben Saatgut bedrohter Kulturpflanzen ab und engagierte Ehrenamtliche haben in den letzten 30 Jahren unermüdlich daran gearbeitet, alte Sorten zu sammeln und zu erhalten. Das Interesse an diesen Pflanzen wächst, vor allem auf Wochenmärkten, wo man sie oft finden kann. Der Kauf saisonaler und regionaler Lebensmittel ist nicht nur ein Genuss, sondern unterstützt auch diese wertvollen Projekte.

Das alles macht die Radtour nach Kirchweihdach zu einem Erlebnis, das nicht nur erfrischend ist, sondern auch das Bewusstsein für alte Kulturpflanzen schärft. Wer also gerne in die Pedale tritt, die Natur liebt und mehr über unsere regionalen Schätze erfahren möchte, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen!

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