Am Wochenende vom 1. bis 3. Mai wird in Dachau an die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau vor 81 Jahren erinnert. Diese Befreiung fand am 29. April 1945 durch Einheiten der US-Armee statt. Vor der Befreiung setzten die SS alles daran, die Häftlinge aus dem KZ Dachau zu transportieren, um deren Befreiung zu verhindern. Mindestens 25.000 Gefangene wurden in Gewaltmärschen oder per Güterzügen in Richtung Tirol geschickt, was für viele den Tod bedeutete. Viele der Befreiten starben in den darauffolgenden Tagen und Wochen an Entkräftung, Krankheiten und den Folgen der KZ-Haft.

Die zentrale Gedenkfeier findet am Sonntag, 3. Mai, um 11.30 Uhr auf dem ehemaligen Appellplatz statt. Veranstalter dieser Gedenkfeier sind das Comité International de Dachau, die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und die KZ-Gedenkstätte Dachau. Während der Feierlichkeiten werden Gedenkbotschaften von Überlebenden gehört, um die Erinnerungen lebendig zu halten. Nach dem Kranzgedenken am Internationalen Mahnmal gibt es einen gemeinsamen Ausklang im Max-Mannheimer-Haus.

Gedenkveranstaltungen im Überblick

Bereits am Freitag, 1. Mai, um 11 Uhr findet eine Gedenkfeier zur Befreiung des KZ-Außenlagers Mühldorf am Bunkerbogen im Mühldorfer Hart statt. Treffpunkt für die Mühldorf-Gedenkfeier ist der Parkplatz bei Innbau Beton, Kraiburger Straße 1, in Mettenheim um 10.30 Uhr. Am gleichen Tag um 18 Uhr gedenkt das Comité International de Dachau am KZ-Ehrenfriedhof Leitenberg und am Waldfriedhof Dachau.

Der Samstag, 2. Mai, bietet einen Themenrundgang zur Befreiung des KZ Dachau an, der auch in englischer Sprache stattfinden wird. Die Anmeldung für den Rundgang ist über die Münchner Volkshochschule, die Volkshochschule Eching oder am Veranstaltungstag an der Infotheke des Besucherzentrums bis spätestens 13.45 Uhr möglich. Weitere Informationen und eine Übersicht aller Veranstaltungen sind auf der Website der KZ-Gedenkstätte Dachau verfügbar. Dies ist eine wichtige Gelegenheit, um die Geschichte zu reflektieren und das Bewusstsein für die Schrecken des Holocaust zu schärfen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Eine bleibende Erinnerung

Die Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus bleibt von großer Bedeutung. Gedenkorte wie Dachau und Auschwitz-Birkenau sind nicht nur Stätten des Gedenkens, sondern auch Orte der Mahnung. Auschwitz, errichtet von der SS ab April 1940, wurde zum größten Lagerkomplex der nationalsozialistischen Verbrechensherrschaft. Bis Februar 1945 starben dort 1,1 Millionen Menschen, darunter viele Juden. Die Befreiung durch sowjetische Soldaten am 27. Januar 1945 führte zur breiteren Bekanntheit der Verbrechen, die in der Folge durch die Auschwitz-Prozesse in den 1960er Jahren und die Holocaust-Serie im deutschen Fernsehen von 1979 weiter thematisiert wurden.

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Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erfordert neue Wege, da der Abschied von Zeitzeugen eine veränderte Erinnerungskultur zur Folge hat. Diskussionen über die Verantwortung Deutschlands und die Anerkennung anderer Völkermorde stellen sich heute neu. Der internationale Holocaust-Tag, der 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt wurde, ist ein weiterer Schritt, um das Gedenken lebendig zu halten. Auch wenn der 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im Jahr 2025 bevorsteht, bleibt die Erinnerung an diese dunkle Zeit weiterhin relevant und wichtig für die Gesellschaft. Erfahren Sie mehr über den Weg des Erinnerns.