Heute ist der 18.05.2026 und wir blicken nach Dillingen an der Donau, wo sich spannende Entwicklungen im Bereich der Feuerwehrausbildung abspielen. Kürzlich fand ein Training im Feuerwehrgerätehaus statt, organisiert von der Fachabteilung Ausbildung der Kreisbrandinspektion Dillingen. Vier Fachlehrer der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg waren vor Ort und brachten frischen Wind in die Ausbildung. Ziel des Trainings war es, neue Medien und deren Potenziale für die Wissensvermittlung zu nutzen. In einer Zeit, in der digitale Medien omnipräsent sind, ist es nur logisch, dass auch die Feuerwehr auf diesen Zug aufspringt.
Während der Seminartage diskutierten die Teilnehmer über die Vorteile einer handlungsorientierten Ausbildung, die den Lernstoff nicht nur trockene Theorie, sondern vielmehr lebendig und praxisnah vermittelt. Es wurde viel Wert auf das ehrliche Feedback gelegt – ein Aspekt, der oft übersehen wird, aber für die Weiterentwicklung des Unterrichts von unschätzbarem Wert ist. Die Struktur der Unterweisungen folgte einem klaren Ablauf: Ankommen und Einstimmen, Vorwissen aktivieren, Informieren, Verarbeiten und Auswerten. Es war eine intensive Zeit, in der die Teilnehmer selbst Unterrichte in Einzel- und Gruppenarbeit erarbeiteten und präsentierten. Mehr Informationen dazu finden Sie in einem Artikel von der Augsburger Allgemeinen.
Moderne Trends in der Feuerwehrausbildung
In einem ähnlichen Atemzug, aber etwas weiter nördlich in Niedersachsen, wird die Feuerwehrausbildung ebenfalls modernisiert. Dort zielt die Reform auf eine ehrenamtsfreundlichere und übersichtliche Qualifizierung ab. Ein zentrales Anliegen ist es, die Anforderungen an das Ehrenamt zu reduzieren und gleichzeitig ein hohes Ausbildungsniveau zu bewahren. Die neue Truppausbildung wird so strukturiert, dass sie Doppelungen vermeidet und einen attraktiveren Einstieg in die Feuerwehrlaufbahn ermöglicht. Die bisherigen Lehrgänge zur Truppführerausbildung entfallen und werden durch modularisierte Ansätze ersetzt.
Die Ausbildung wird auf kommunaler und Kreisebene fortgeführt, unterstützt durch zentrale Bereitstellung von Ausbildungsinhalten und Praxisleitfäden. Digitale Inhalte sind ebenfalls ein Bestandteil, was den Ausbildern hilft, die Ausbildung interaktiv und ansprechend zu gestalten. Die Basismodule der modularen Grundlagenausbildung bilden den Grundpfeiler für die Freiwilligen Feuerwehren. Diese Module sind aufeinander aufbauend und orientieren sich an den spezifischen Gegebenheiten der Ortsfeuerwehren. Damit wird eine einheitliche, dynamische Feuerwehrgrundausbildung angestrebt.
Handlungsorientierte Ausbildung als Schlüssel
Die Ergänzungsmodule, die sich an Stütz- und Schwerpunktfeuerwehren richten, erweitern das Einsatzspektrum und bieten individuelle Möglichkeiten zur Weiterbildung. Die Entscheidung über den Besuch dieser Module liegt bei den Orts- bzw. Gemeindebrandmeistern. Ein weiteres interessantes Detail ist, dass einige Module bereits ab 16 Jahren ausgebildet werden können – das klingt doch nach einer tollen Chance für die Jugend! Es ist spannend zu sehen, wie die Ausbildungsunterlagen, die aus Fachinformationen und Übungsvorschlägen bestehen, auf einem Lernserver zur Verfügung stehen und somit den Zugang zur Ausbildung erleichtern.
Es wird deutlich, dass sowohl in Dillingen als auch in Niedersachsen die Feuerwehrausbildung auf einem guten Weg ist, sich den Herausforderungen der modernen Zeit anzupassen. Die Integration neuer Medien, handlungsorientierte Ansätze und die Modularisierung der Ausbildung sind Schritte in die richtige Richtung, um die nächsten Generationen von Feuerwehrleuten optimal vorzubereiten. Es bleibt zu hoffen, dass diese Entwicklungen nicht nur das Ehrenamt attraktiver machen, sondern auch die Sicherheit und Effizienz im Einsatz steigern.