Daseinsvorsorge in Deutschland: Ranking zeigt große Unterschiede zwischen Kommunen
Heute ist der 3.06.2026 und wir schauen über die Grenze nach Deutschland, wo das Deutsche Institut für Wirtschaft (IW) ein neues Ranking zur Daseinsvorsorge in Kommunen veröffentlicht hat. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich es in den verschiedenen Regionen zugeht, nicht wahr? Besonders die Gemeinden im Landkreis Donau-Ries fallen in diesem Ranking eher negativ auf. So belegt Forheim den letzten Platz (Rang 10.635) und wird als „sehr schlecht“ eingestuft. Bürgermeister Andreas Bruckmeier ist mit dieser Bewertung alles andere als zufrieden und kritisiert die Untersuchung als unzureichend.
Die Liste der schlecht bewerteten Gemeinden ist lang: neben Forheim sind auch Maihingen, Munningen, Daiting und viele andere betroffen. Insgesamt haben rund zwei Drittel der Städte und Gemeinden im Landkreis eine schwache Daseinsvorsorge. Bruckmeier bringt es auf den Punkt: Diese Bewertungen übertragen städtisches Denken auf ländliche Regionen, was oft nicht der Realität entspricht.
Die guten und die schlechten Plätze im Vergleich
In einem krassen Gegensatz zu Forheim steht Asbach-Bäumenheim, das im Landkreis die beste Platzierung mit Rang 1472 erreicht hat. Mertingen kann sich zudem mit relativ guter Mobilität (Platz 2805) rühmen, während Donauwörth, trotz seines ICE-Halts, mit Rang 1532 etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt. Nördlingen wird immerhin als „gut“ eingestuft (Platz 2235). Es ist schon interessant, wie stark die Unterschiede zwischen stark und schwach besiedelten Regionen ausgeprägt sind.
Wenn wir einen Blick über die Landesgrenzen werfen, zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen im Vergleich der Flächenländer die Nase vorn hat. Über 50% der NRW-Gemeinden sind in der Kategorie „sehr gut“ versorgt, während in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 50% als „sehr schlecht“ gelten. Schon komisch, wie die Geografie da eine Rolle spielt! Ostdeutsche Städte schneiden dabei häufig besser ab als ihre westdeutschen Pendants. So werden 30% der ostdeutschen Städte als „sehr gut“ versorgt, im Westen sind es nur knapp 20% – das ist schon ein deutliches Zeichen.
Die Kriterien der Bewertung
Die Untersuchung basiert auf 17 Indikatoren in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Dazu zählen die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen und Nahverkehr sowie die Erreichbarkeit von Ärzten und Apotheken. Auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit fließen in die Bewertung ein. Es ist also kein Wunder, dass die Platzierungen so unterschiedlich ausfallen.
Einige kleinere Städte haben überraschend gute Platzierungen erzielt, wie Memmingen im Allgäu, das auf Rang fünf landet, oder Friedrichroda im Thüringer Wald auf Rang zehn. Das zeigt, dass auch Mittel- oder Kleinstädte durchaus mithalten können, während Großstädte wie Würzburg (Rang 1705) und Oldenburg (Rang 1462) hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Irgendwie lustig, dass es nicht immer die großen Städte sind, die die besten Plätze einnehmen, oder?
Ein Blick nach Haar und die allgemeine Zufriedenheit
Die am besten versorgte Gemeinde in Deutschland ist übrigens Haar, ein kleines Städtchen am Rande von München, das in vier von fünf Kategorien überzeugt. Es ist schon beeindruckend, wie diese Stadt es schafft, so viele Aspekte der Daseinsvorsorge abzudecken, auch wenn beim schnellen Internet noch Nachholbedarf besteht. Im Vergleich dazu schneidet Hirschthal in Rheinland-Pfalz als Schlusslicht ab. Wie so oft zeigt sich: Die Zufriedenheit der Bevölkerung ist ganz unterschiedlich verteilt. Eine Umfrage hat ergeben, dass 53% der Deutschen ihre Infrastruktur vor Ort positiv bewerten, während ein Viertel unzufrieden ist. Besonders bei AfD-Anhängern ist die Unzufriedenheit hoch.
Das Ranking des IW gibt also nicht nur einen Einblick in die Daseinsvorsorge, sondern spiegelt auch die unterschiedlichen Lebensrealitäten in Deutschland wider. Man kann nur hoffen, dass die betroffenen Gemeinden aus den Ergebnissen lernen und an ihrer Daseinsvorsorge arbeiten. Denn am Ende des Tages ist es doch das, was die Lebensqualität vor Ort ausmacht.
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