Bayerische Edelbrenner ausgezeichnet: Staatsehrenpreis für Franzl und Pointner
Heute ist der 20.06.2026 und in Erding gibt es wieder Grund zur Freude! Die beiden Familien Franzl und Pointner aus dem Landkreis Erding wurden bei der Bayerischen Landesprämierung für Edelbrenner mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet – und das bereits zum vierten Mal! Diese Auszeichnung wird alle zwei Jahre an eine handverlesene Auswahl von zehn Brennereien in Bayern verliehen, und in diesem Jahr haben stolze 100 Betriebe ihre Produkte eingereicht. Eine wahre Herausforderung für die Jury, die aus diesen zahlreichen Einsendungen die besten auswählen musste.
Die Brenner selbst sehen sich nicht als Konkurrenten, sondern als eine Art Gemeinschaft, die sich gegenseitig anspornt und inspiriert. „Wir wollen Spitzenprodukte für bewussten Genuss schaffen“, sagt Andreas Franzl, und das ist auch der Grund, warum er sich in einem neuen Verband für handwerkliche Destillerien engagiert. Der Verband hat sich dem Ziel verschrieben, die handwerkliche Brennkunst als immaterielles Kulturerbe zu fördern und Qualitätsstandards zu definieren. Benedikt Pointner ergänzt, dass er nie mit dem Ziel produziert hat, möglichst viel Alkohol zu verkaufen. Stattdessen steht bei ihm die Qualität der Rohstoffe im Vordergrund – seine Familie bewirtschaftet sogar eine biozertifizierte Obstplantage. Ein echter Brand darf laut europäischen Vorgaben nur aus vergorenen Früchten bestehen, während viele industrielle Spirituosen mit Zusätzen wie Zucker und Aromastoffen arbeiten. Das ist ein großer Unterschied!
Die Kunst des Edelbrennens
Die bayerischen Edelbrände sind mehr als nur Alkohol – sie sind ein Ausdruck der Vielfalt der bayerischen Landschaften. Die Brenner wählen das beste Obst aus und bestimmen durch raffinierte Verarbeitungs- und Lagerstrategien die Aromen ihrer Produkte. Diese Kunst wird nicht nur geschätzt, sondern auch anerkannt. Staatsminister Eric Beißwenger überreichte die Preise am 20. Juni 2026 in Vertretung der Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die die Handwerkskunst der bayerischen Edelbrenner und die hervorragende Qualität der eingereichten Produkte lobte. Ein Sonderpreis ging an die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau für ihre herausragenden Leistungen bei der Bayern Brand Prämierung.
Mit über 450 eingereichten Erzeugnissen war die Auswahl nicht einfach. Die Jury musste analytische und sensorische Prüfungen durchführen, um die besten herauszufiltern. Dabei leisten die Edelbrenner nicht nur einen Beitrag zum Genuss, sondern auch zum Naturschutz und zur Erhaltung der bayerischen Kulturlandschaft. Ihre Pflege und Erhaltung von Streuobstbeständen trägt zur Artenvielfalt bei – ein wichtiger Aspekt in Zeiten, in denen viele Menschen ihren Alkoholkonsum reduzieren oder sogar ganz darauf verzichten.
Andreas Franzl wünscht sich mehr Differenzierung zwischen industriell erzeugten Alkoholprodukten und handwerklich hergestellten Edelbränden. „Es ist wichtig, dass die Verbraucher wissen, was sie trinken“, betont er. Dies ist eine Botschaft, die in der heutigen Zeit, in der Alkohol unter Druck durch Gesundheitswarnungen steht, besonders relevant ist.
Die Leidenschaft und Hingabe, mit der die bayerischen Edelbrenner arbeiten, ist bewundernswert. Es ist nicht nur ein Job, es ist eine Lebensart. Wenn man einmal in die Welt der handwerklichen Destillation eintaucht, wird man mit den feinen Nuancen und dem vollen Geschmack der Produkte belohnt. Ein Hoch auf die Kreativität und das Engagement dieser Brenner – sie machen nicht nur ihre Region stolz, sondern setzen auch ein Zeichen für Qualität und Tradition!
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