In Erding, wo das Bier sprudelt und die Luft nach gebrannten Mandeln riecht, gab es vor kurzem eine traurige Nachricht für alle Freunde des Volksfestes. Das Erdinger Frühlingsfest, das seit 2022 ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders war, wird nicht mehr stattfinden. Veranstalter Tobias Martl hat die Entscheidung getroffen, das Fest künftig nicht mehr zu organisieren, und zwar aus einem ziemlich ernsten Grund: hohe Kosten und zu wenige Besucher. Das diesjährige Fest, das vom 14. bis 25. Mai stattfand, hatte mit einem Rückgang der Besucherzahlen zu kämpfen, besonders nach dem ersten Wochenende. Der Brauchtumstag am Pfingstmontag war enttäuschend besucht, was die Stimmung zusätzlich drückte.

Um das Fest auf die Beine zu stellen, mussten vor der Eröffnung saftige 80.000 Euro investiert werden. Schausteller haben ebenfalls nicht wenig auf den Tisch gelegt – rund 20.000 Euro für Anlieferung und Aufbau ihrer Fahrgeschäfte. Und das ist noch nicht alles: Weitere Kosten durch TÜV, Personal, Strom und Versicherungen kamen obendrauf. Ein Betreiber musste sogar 500.000 Euro investieren, um neue DIN-Normen einzuhalten. Da fragt man sich schon, wo die Gäste blieben. Die Gründe für das Ausbleiben sind unklar, aber die niedrigen Besucherzahlen sind ein deutliches Zeichen.

Das Ende einer Ära

Im Jahr 2026 wird das Erdinger Frühlingsfest also definitiv nicht mehr stattfinden. Tobias Martl hat die Absage offiziell bekannt gegeben und das ist, ehrlich gesagt, ein herber Verlust für die Stadt und ihre Traditionen. Viele hatten sich auf das Fest gefreut, das ursprünglich für den Zeitraum vom 14. bis 25. Mai 2026 geplant war. Schade, dass die hohen Investitionen und die Hoffnung auf zahlreiche Besucher nicht zusammengepasst haben.

Die Kosten, die auf den Schultern der Veranstalter und Schausteller lasteten, waren einfach zu hoch. Der Ausgleich zwischen Veranstaltungskosten und Einnahmen war nicht mehr gegeben. Und das, obwohl Martl auf Qualität bei Essen, Preisen und Fahrgeschäften setzte. Fünf große und zwei Kinderfahrgeschäfte sowie ein vielfältiges Speisenangebot sollten die Gäste anlocken. Aber die Realität sah anders aus. Die Maß Bier kostete 11,80 Euro, eine Halbe 6,10 Euro – für viele vielleicht zu viel, wenn das Fest nicht den gewohnten Anklang fand.

Ein Blick in die Zukunft

Die Tradition des Feiern und der Volksfeste wird in Bayern dennoch nicht aussterben. Zahlreiche andere Events stehen bereits auf dem Plan. So wird beispielsweise das Münchner Frühlingsfest vom 17. April bis 10. Mai 2026 stattfinden, und die Maidult in München von 25. April bis 3. Mai. Auch in Erding gibt es weiterhin viele Veranstaltungen, die die Gemeinschaft zusammenbringen und den traditionellen bayerischen Spirit am Leben halten. Vielleicht finden die Schausteller neue Wege, um ihre Attraktionen und das Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Nach dem Ende des Frühlingsfestes bleibt zu hoffen, dass etwas Neues entsteht.

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Die Erinnerung an das Erdinger Frühlingsfest wird bleiben – und die Vorfreude auf andere Volksfeste in der Region ist trotz der traurigen Nachricht ungebrochen. Wer weiß, vielleicht bringt die Zukunft ja frischen Wind in die bayerische Festkultur. Und bis dahin bleibt uns nur, die Angebote für 2026 zu erkunden und die Traditionen in anderer Form weiterzuleben.