Tischtennis-Euphorie an der Grundschule am Lodererplatz in Erding
In Erding ist die Tischtennisleidenschaft an der Grundschule am Lodererplatz nicht zu übersehen. Zwei Zettel hängen an der Wand: ein Spielplan für das Fußballfeld und ein Belegungsplan für die Tischtennisplatten. Hier wird gekämpft, geschwitzt und gelacht – vor allem aber wird gespielt. Die Schüler haben vor einigen Jahren angefangen, eigene Schläger und Bälle mitzubringen, und seitdem hat der Tischtennis-Hype die Schule fest im Griff. Es ist so beliebt, dass die Nutzung der Platten klassenweise organisiert werden muss.
Im vergangenen Jahr hat die Stadt der Schule sogar eine zweite Tischtennisplatte geschenkt! Ein internes Turnier hat die besten Schulmannschaften aus den dritten und vierten Klassen ermittelt. Diese Teams traten beim Wettbewerb „Platten Helden“ des Bayerischen Tischtennisverbands (BTTV) an und konnten einige beeindruckende Erfolge erzielen. Die Drittklässler haben beim Regionalturnier in Neubiberg den zweiten Platz belegt, während die Viertklässler mit ihrem Team „TSV Ping Pong“ sogar Erster wurden.
Erfolge und Auszeichnungen
Beim Landesentscheid in Beratzhausen erreichten die Drittklässler den fünften Platz. Die Viertklässler hingegen haben ganz großes Kino abgeliefert und das bayernweite Turnier gewonnen – und das nach einer anfänglichen Niederlage mit 5 zu 2 Sätzen im Finale! Für diesen tollen Erfolg gab es Urkunden, einen Pokal und sogar eine Tischtennisplatte im Kleinformat für das Klassenzimmer.
Der Schulcup, der in diesem Jahr bereits 50 Schulen anlockte, soll ein niedrigschwelliges Sportangebot bieten, um die Kinder in Bewegung zu bringen. Die Viertklässler sind stolz auf ihren Erfolg und zeigen großes Interesse am Tischtennis. Nach dem Landessieg ist eine regelrechte „Tischtennis-Euphorie“ an der Schule ausgebrochen. Viele Kinder trainieren jetzt motivierter in den Pausen und das merkt man ihnen an!
Ein Blick über die Grenzen
Über die bayerischen Grenzen hinaus, gibt es ebenfalls spannende Entwicklungen im Bereich Tischtennis. Am 12. März 2026 fand das Landesfinale im Rahmen der Aktion „Jugend trainiert für Olympia“ statt, bei dem die besten acht Schulen aus Hessen gegeneinander antraten. Das Team aus Hessen, bestehend aus Benjamin Guia, Adil Tanrikulu, Oskar Drees, Henri Gauges, Jakob Dziekan, Dimi Tasoudis und Aawiyadeep Tiwary, belegte den 7. Platz. In einem spannenden Abschlussdoppel verloren sie knapp gegen Vellmar mit 4:5, konnten aber im letzten Spiel einen 7:2 Sieg gegen die Schule aus Wiesbaden einfahren. Benjamin Guia war mit einer Einzelbilanz von 3:1 der beste Spieler des Teams.
Das zeigt, wie wichtig Tischtennis für die Jugend ist. Es ist nicht nur ein Sport, sondern auch eine Möglichkeit, Teamgeist und Fairness zu fördern. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat sich seit seiner Gründung 1925 zu einem der größten Verbände innerhalb der olympischen Sportarten entwickelt. Mit über 510.000 aktiven Spielern in Deutschland und weltweit mehr als 164 Millionen Tischtennisspielern ist die Begeisterung für diesen Sport einfach riesig!
Dank solcher Veranstaltungen und der Förderung durch Initiativen wie „Jugend trainiert für Olympia“ wird Tischtennis auch in Zukunft eine bedeutende Rolle im Schulsport spielen. Und während in Erding die Kinder mit viel Enthusiasmus an ihren Tischtennisfähigkeiten feilen, können die Hessen auf ihre nächste Teilnahme im kommenden Jahr hoffen, um vielleicht noch höher zu punkten.
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