Ein großes Thema in der Region Erlangen-Höchstadt ist zurzeit die Umplanung der Stadt-Umland-Bahn (StUB) in Herzogenaurach. Bei dieser Neugestaltung handelt es sich nicht nur um eine technische Anpassung, sondern auch um die Zukunft des Adidas-Campus. Die Umplanung wurde notwendig, um Adidas eine ungestörte Entwicklung zu ermöglichen. Die neue Trasse der StUB soll nördlich der Herzo Base verlaufen, was zugleich die Bedenken hinsichtlich der Kosten der Umplanung aufwirft. Wie viel Geld tatsächlich für diese Änderungen aufgebracht werden muss, ist noch unklar.
Die Idee hinter der Umplanung ist, dass die Stadt-Umland-Bahn nicht nur ein Verkehrsmittel wird, sondern auch die Verbindung zwischen Herzogenaurach, Erlangen und Nürnberg verbessert. Allerdings wurden an verschiedenen Stellen der Streckenführung Änderungen vorgenommen, sowohl vor als auch nach dem Raumordnungsverfahren. Ein Beispiel ist die Streckenführung durch die Sieboldstraße in Erlangen, die eine Anbindung der philosophischen Fakultät der FAU ermöglicht. Solche Änderungen müssen von den Vertretern aller drei Städte im Zweckverband beschlossen werden. Ein gründlicher Abstimmungsprozess ist dabei unerlässlich. Die Machbarkeit und die Projektziele stehen dabei immer im Vordergrund.
Herausforderungen der Planungen
Ein besonders wichtiger Punkt ist der Vorschlag für eine Campusbahn, der in früheren Prüfungen abgelehnt wurde. Dieser würde die Innenstadt, Teile der Universität und den Hauptbahnhof nicht erschließen – ein echtes No-Go für die Planer! Wenn Fahrgäste aus Herzogenaurach oder dem Nürnberger Knoblauchsland die StUB nutzen möchten, um in die Erlanger Innenstadt zu gelangen oder um Anschluss an die Züge am Hauptbahnhof zu haben, wäre das ein riesiges Problem.
Die neue Regnitzquerung und die Vorteile einer neuen Talquerung würden mit der Campusbahn entfallen. Auch der Ostast nach Eckental bliebe unbeachtet. Es ist klar, dass die Auswirkungen dieser Umplanungen gravierender für das Gesamtprojekt sein könnten als frühere Änderungen im Stadtgebiet Erlangen. Die Verantwortlichen müssen sich also gut überlegen, wie sie das alles angehen.
Ein Blick in die Zukunft
Ein Jahr nach einem positiven Bürgerentscheid in Erlangen sind die Planungen für die Stadt-Umland-Bahn bereits in vollem Gange. Der Zweckverband Stadtumlandbahn (ZV StUB) hat die Planung intensiv vorangetrieben, insbesondere in Nürnberg. Der erste Bauabschnitt wird von der Haltestelle Am Wegfeld bis Reutles in Nürnberg führen. Der ZV StUB steht in engem Kontakt mit Anwohnern und Eigentümern, um die Planfeststellungsunterlagen für diesen Abschnitt zu erstellen. Sommer 2026 ist als Termin für das erste Planfeststellungsverfahren anvisiert. Bis Ende des Winters 2023/2024 sollen die Unterlagen vorbereitet werden.
Parallel zur StUB-Planung gibt es auch Überlegungen für einen Radschnellweg von Boxdorf bis Reutles. Dies könnte die Mobilität in der Region zusätzlich verbessern. Außerdem wird darauf geachtet, den Flächenverbrauch für die StUB zu minimieren. In Nürnberg sind dafür etwa 4 Hektar landwirtschaftliche Flächen notwendig. Um Eingriffe in Privates zu vermeiden, sollen temporäre Flächen für Baustelleneinrichtungen vorwiegend auf städtischen Flächen genutzt werden.
Die Umweltplanung hat hierbei eine hohe Priorität, um die Eingriffe in Natur und Umwelt zu minimieren und zu kompensieren. Zudem wird in Erlangen das Stadtquartier Süd auf dem Siemens Campus mit 2.000 Wohneinheiten entwickelt, die mit der Haltestelle Freyeslebenstraße der StUB verbunden sind. Am Erlanger Bahnhof entsteht ein neuer Stadtteil, die Regnitzstadt, mit Parkhäusern und einer Mobilitätsdrehscheibe. In Herzogenaurach sind die Maststandorte für die Fahrleitung bereits festgelegt, und die Endhaltestelle der StUB wird im Herzen der Stadt geplant.
Ein Dialogforum zur StUB-Planung wird am 10. November 2025 in Erlangen stattfinden, und es bleibt spannend, wie sich die Pläne weiterentwickeln werden. Es gibt viel zu erleben und zu entdecken in dieser Region. Die Umplanung der Stadt-Umland-Bahn könnte der Schlüssel zu einer verbesserten Anbindung und Mobilität in der gesamten Region sein.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen können Sie die Artikel der NN und die Pressemitteilungen der Stadt-Umland-Bahn besuchen. Auch der Blog der VAG bietet interessante Einblicke in die Planungen.
