Heute ist der 22.06.2026 und in Freising, der charmanten Stadt, die sich in der Nähe von München befindet, gibt es Neuigkeiten, die die lokale Gemeinschaft betreffen. Die Pallottiner-Patres, die über 100 Jahre in der Stadt präsent waren, verlassen nun das Pallotti-Haus. Pater Christian Stumpf, der in den letzten zehn Jahren als Rektor des Hauses fungierte, hat den Abschied mit gemischten Gefühlen erlebt. Auf der einen Seite denkt er über die Zukunft der Gemeinschaft nach, auf der anderen Seite sieht er auch Chancen im Loslassen. Nach 107 Jahren in Freising wird dieser Schritt ein tiefgreifender Wandel für die Stadt sein.

Die Pallottiner kamen 1919 nach Freising, eröffneten zunächst ein Schülerheim und zogen 1930 in den Neubau an der Pallottinerstraße um. In den letzten 20 Jahren hatte die Gemeinschaft nie mehr als sieben oder acht Mitglieder vorzuweisen. Der Altersdurchschnitt ist mittlerweile hoch. Pater Josef Königer, der 97 Jahre alt ist, hat das Haus bereits verlassen und ist in ein Seniorenhaus nach Limburg gezogen. Ein weiterer Pater wird 2025 nach Limburg wechseln, während Bruder Bruno nach seinem Studium zurück nach Malawi kehrt. Lediglich Pater Jörg Müller, der 83 Jahre alt ist, bleibt der Stadt treu.

Ein neuer Anfang

Die Provinzleitung hat die Schließung der Kommunität aufgrund rückläufiger personeller Ressourcen beschlossen. Dennoch wird der Tagungsbetrieb im Pallotti-Haus und die Gottesdienste in der Kirche St. Johannes weiterhin stattfinden, geleitet von Pater Müller und Ehrenamtlichen. Hermann Arlt wird das Tagungsprogramm verantworten, das sich auf religiös-spirituelle Themen und Lebenshilfe konzentriert. Die Hauskapelle, ein Teil des Pallotti-Hauses, ist mit farbigen Fenstern geschmückt und wird auch weiterhin ein Ort der Besinnung für die Menschen bleiben.

Im Pallotti-Haus stehen 50 einfache Zimmer zur Verfügung, die regelmäßig für Seminare externer Anbieter gebucht werden. Auch wenn das Internat 1988 geschlossen wurde, hat sich das Innere des Hauses seitdem wenig verändert. Es gibt viele Erinnerungen, die in den Wänden stecken – die Geschichten der Schüler, die hier gelebt haben, die Menschen, die Trost und Gemeinschaft gefunden haben. Ehrenamtliche Helfer erhalten Fortbildungen, um die Gottesdienste zu unterstützen und die Tradition der Pallottiner in Freising fortzusetzen.

Abschied und neue Wege

Das Abschiedsfest von Pater Stumpf findet am 10. Juli in der Stadtbibliothek Freising statt, wo er einen Querschnitt durch seine Fantasy-Romane präsentieren wird. Ehrlich gesagt, das klingt nach einer interessanten Mischung aus Abschied und Neuanfang! Es wird spannend sein, zu sehen, wie die Gemeinschaft sich weiterentwickelt und welche neuen Impulse die Menschen in Freising finden werden.

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Die Geschichte der Pallottiner in Freising ist eine Geschichte des Wandels. Von der Eröffnung des Schülerheims über die Rückgabe der Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zur Schließung des Internats – die Gemeinschaft hat viele Höhen und Tiefen durchlebt. Doch die Werte, die sie in die Stadt getragen haben, werden weiterhin Bestand haben. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Stadtbild ohne die Präsenz der Pallottiner verändern wird. In jedem Fall bleibt die Erinnerung an 107 Jahre, in denen sie Teil dieser Gemeinschaft waren, lebendig.

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