In Freising gibt es Grund zur Freude! Am Dienstag wurden gleich drei neue Smart-Stores unter dem Namen „Jederzeit“ eröffnet, die den Einwohnern rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Diese innovativen Läden bieten einen Zugang für Kunden, die mit EC-Karte oder QR-Code bezahlen. So kann man auch in den späten Stunden noch frische Produkte einkaufen, was sicherlich vielen entgegenkommt.
Die Standorte sind geschickt gewählt: Am Dienstag ging es los in Reichertshausen bei Au, gefolgt von einem Store in der Nähe der Pullinger Seen am Mittwoch und schließlich am Donnerstag in Freising, genauer gesagt auf dem Savoyer-Au-Parkplatz in Lerchenfeld. Zur Eröffnung gab es ein schmackhaftes Event mit Grillwürstln, erfrischenden Getränken und der musikalischen Unterhaltung durch die Kohlstattmusikanten. Ein wirklich gelungener Auftakt!
Ein Konzept mit Weitblick
Benedikt Schuhbauer, der Chef der Schuhbauers und Vorsitzende von Freisinger-Land, stellte das Konzept der neuen Stores vor. Unterstützt wurde er dabei von dem ehemaligen Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, der bei der Standortsuche behilflich war. Das Projekt wird durch die LAG Mittlere Isarregion sowie die EU mitfinanziert und hat das Ziel, regionale Smartstores für die Nahversorgung im ländlichen Raum zu schaffen. Eine Antwort auf den Fachkräftemangel und den Wunsch jüngerer Kunden nach flexiblen Öffnungszeiten.
Interessanterweise hat man bereits gute Erfahrungen mit dem ersten „Jederzeit“-Store in Kirchdorf gesammelt, der im August 2025 eröffnet wurde. Dort wird die Kirchdorfer Metzgerei in einen Hybridstore umgebaut und an einen neuen Standort verlegt. Das Sortiment der neuen Stores wird sich sehen lassen können: von Biofleisch (Rind, Schwein, Geflügel) über Wurst und Würstl bis hin zu regionalen Marmeladen, Honig und sogar über 30 selbst gekochten Produkten im Glas. Die Vielfalt ist wirklich beeindruckend.
Lokale Produkte im Fokus
Ein ganz besonderer Aspekt der neuen Läden ist die Einladung an regionale Produzenten, sich zu melden und das Sortiment zu erweitern. Damit heben sich die Stores nicht nur durch die verlängerten Öffnungszeiten ab, sondern auch durch lokal erzeugte Produkte. Kunden, die mit EC-Karte zahlen, können ganz unkompliziert einkaufen, und registrierte Kunden dürfen sich über einen dauerhaften Rabatt von 10% freuen. Man könnte sagen, das sind gleich mehrere Gründe, die neuen Smart-Stores auszuprobieren!
Ähnlich innovative Ansätze finden sich übrigens auch in anderen Regionen Deutschlands, wie zum Beispiel in Sachsen-Anhalt. Dort gibt es Dorfläden, die ebenfalls rund um die Uhr geöffnet haben. Doch während die Entwicklung der 24-Stunden-Hofläden dort noch in den Kinderschuhen steckt, sind die Freisinger Stores bereits ein weiterer Schritt in Richtung zeitgemäßer Nahversorgung. Bei „Tante Enso“ in Sachsen-Anhalt können Kunden beispielsweise mit einer Kundenkarte jederzeit einkaufen. Und auch bei „Dein Schopp“ aus Zörbig setzt man auf ein Abo-Modell, das den Bürgern ermöglicht, aktiv an der Gestaltung ihres Dorfladens teilzunehmen. So werden diese Läden nicht nur zu Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch zu sozialen Treffpunkten.
Die Entwicklungen in Freising und darüber hinaus zeigen, dass die Nahversorgung im ländlichen Raum neu gedacht werden muss. Ob durch flexible Öffnungszeiten oder die Einbindung regionaler Produkte – es tut sich einiges!
