In Freising, einer Stadt mit viel Charme und Geschichte, steht ein beliebtes Wirtshaus vor dem Aus. Der Pachtvertrag des Furtnerbräus, das über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, wurde nicht verlängert. Der derzeitige Inhaber, Louis Praetner, sieht sich nun gezwungen, das Furtnerbräu und die dazugehörigen Brauereigebäude zu verkaufen. Das ist schon ein ganz schöner Schock für die Einheimischen, die das Wirtshaus als Teil ihrer Kultur und Identität empfinden.
Die Situation ist jedoch nicht ganz hoffnungslos. Um das Kultlokal zu retten, wurde die Initiative „Wir retten den Furtner“ ins Leben gerufen. Eine Genossenschaft soll gegründet werden, um das Wirtshaus sowie die Obergeschosse und die historische Brauerei zu sanieren und zu verpachten. Diese Genossenschaft bietet eine langfristige Lösung für das Anwesen: Ein Angebot für eine 99-jährige Erbpacht wurde bereits unterbreitet, um das Furtner dauerhaft für Freising zu sichern. Es wird betont, dass der Fokus auf der dauerhaften Erhaltung des Furtner liegt – ganz im Respekt vor seiner Geschichte.
Aufruf zur Mitgliedschaft und Unterstützung
Um die Gründung der Genossenschaft erfolgreich umzusetzen, müssen bis Ende August 2026 stolze 1500 Mitglieder gefunden werden. Bis Ende 2027 sollen es sogar 2200 Mitglieder sein. Wer mitmachen möchte, kann Anteile zu je 500 Euro erwerben, die auch Stimmrechte in der Genossenschaft beinhalten. Das ist doch eine spannende Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung des Furtner mitzuwirken! Es gibt zudem ein Unterstützer-Bier-Abo für 10 Euro pro Monat, das monatlich einen Gutschein im Wert von 5 Euro bietet. Bis Ende August 2026 müssen 2000 solcher Abos abgeschlossen werden, bis Ende 2027 sollen es 3000 sein. Das klingt nach einer richtig guten Idee, um die Gemeinschaft zusammenzubringen und gleichzeitig das Wirtshaus zu unterstützen.
Außerdem werden Freisinger Firmen gesucht, die bereit sind, bei Bauarbeiten und Renovierungen zu helfen. Hier zeigt sich eine schöne Verbundenheit: Die Idee, dass viele Menschen Verantwortung für den Ort tragen, ist Teil des demokratischen Modells der Genossenschaft. Es geht nicht nur um wirtschaftliche Vernunft, sondern auch um Gemeinwohlorientierung und die behutsame Weiterentwicklung des gesamten Anwesens, ohne dabei die Atmosphäre des Furtner zu verlieren.
Ein Ort mit Geschichte
Das Furtnerbräu hat nicht nur eine lange Tradition, sondern ist auch ein Ort des Zusammenkommens. Hier wird nicht nur Bier gebraut, sondern auch Freundschaften gepflegt und Geschichten erzählt. Die Initiative zur Rettung zeigt, dass die Menschen in Freising bereit sind, für ihre Kultur und ihre Gemeinschaft zu kämpfen. Es ist beeindruckend, mit welcher Leidenschaft die Bürgerinnen und Bürger sich für den Erhalt des Wirtshauses einsetzen.
Die Möglichkeit, das Furtner als lebendiges Wirtshaus für die nächsten 99 Jahre zu sichern, könnte eine echte Wende in der Geschichte dieses Ortes darstellen. Es bleibt zu hoffen, dass viele Freisinger und Unterstützer zusammenkommen, um das Furtner zu bewahren. Der Geist und die Geschichte des Wirtshauses sind es wert, geschützt und weitergetragen zu werden. Mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt gibt es auf der Website der Initiative: Merkur.