In der charmanten Stadt Freising tut sich etwas Aufregendes! Eine Genossenschaft plant den Kauf des traditionsreichen „Furtnerbräu“. Die Vision? Eine behutsame, denkmalschutzkonforme Renovierung und die Erhaltung des Wirtshauses als kulturellen Ort mit vielfältigen Angeboten. Das Wirtshaus, das mehrere Jahre leer stand, wurde 2012 von Franziska Kreuter und Ludwig Dinzinger wiederbelebt. Ursprünglich war die Wiedereröffnung als Provisorium für ein Jahr gedacht, doch das Furtner hat sich über die Jahre zu einer kulturellen Institution entwickelt. Jetzt, 14 Jahre später, ist die Zeit gekommen, dass die Genossenschaft den nächsten Schritt wagt, denn der Pachtvertrag wird nicht verlängert. Der aktuelle Besitzer, Luis Praetner, ist bereit, die Gebäude zu verkaufen und das Grundstück in Erbpacht zu vergeben.
Wie der Bericht der Süddeutschen Zeitung zeigt, sucht die Genossenschaft nun nach finanzieller Unterstützung. Über Genossenschaftsanteile oder einen sogenannten „Bierpass“ könnte jeder Interessierte Teil des Projekts werden. Am 2. Mai wird es eine Informationsbroschüre bei der Nacht der Musik geben, die weitere Details bereithält.
Die Wirtshauskultur in Gefahr?
Ludwig „Zottl“ Dinzinger und Franziska Kreuter, die beiden Wirte, sind nicht nur für das Furtner verantwortlich, sondern auch für die Seele dieses Ortes. Dinzinger äußert, dass die Nutzung der Räumlichkeiten ursprünglich als Überbrückung gedacht war. Über 150 Monate später – und das ist schon eine Ansage – hat sich das Furtner zu einem echten Wohnzimmer für viele Freisinger entwickelt. Kreuter betont, dass das Furtner ein einzigartiger Ort ist, an dem Menschen zusammenkommen, lachen und genießen. Die Vorstellung, diese Kneipe könnte schließen, trifft beide Wirte tief. Dinzinger würde das Ende seiner Wirtsdaseins nicht als tragisch empfinden, doch als Gast wäre das für ihn ein schwerer Schlag.
Die Zukunft des Furtner hängt nun von einem Käufer ab, der ein Konzept hat, das der Nachfrage nach einer Bierkneipe gerecht wird. Dinzinger hat die Idee, dass eine Genossenschaft das Wirtshaus erwerben könnte, anstatt es an eine Privatperson zu verkaufen. „Edelrestaurants“ sind nicht das Ziel. Vielmehr wünschen sich die Wirte, dass die Kneipe im aktuellen Geist des Furtner weitergeführt wird. Kreuter hat auch bereits Vorstellungen, wie die Nebenräume aufgewertet werden können – mit Kleinkunstbühnen, Proberäumen oder Co-Working-Spaces. Das klingt nach einer spannenden Mischung!
Ein Aufruf zur Unterstützung
Die Genossenschaft ist auf die Hilfe der Gemeinde angewiesen, um diese Vision Realität werden zu lassen. Die Stadt sollte Ideen sammeln, wie das Furtner weiterhin betrieben werden könnte. Es ist ein Aufruf an alle, die die Wirtshauskultur in Freising schätzen und unterstützen wollen. Die bevorstehende Informationsbroschüre am 2. Mai könnte der erste Schritt sein, um die Bevölkerung aktiv in diesen Erhaltungsprozess einzubinden.
Das Furtner ist mehr als nur eine Kneipe; es ist ein Teil von Freisings Identität. Die Hoffnung, dass dieser Ort der Begegnung und Kultur bestehen bleibt, ist für viele Menschen von großer Bedeutung. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob die Genossenschaft die nötige Unterstützung findet, um das Furtner in die nächste Phase zu führen.