Unternehmertag der Freisinger Bank: Zukunft braucht Mut
Gestern, am 18. Juli 2026, fand in Freising der bereits fünfte Unternehmertag der Freisinger Bank statt. In den Räumen der Bank versammelten sich mehr als 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Landkreis Freising. Die Veranstaltung, organisiert von der Freisinger Bank und Merkur tz media, stand unter dem Motto: „Zukunft braucht Mut“. Ein treffendes Thema, wenn man bedenkt, wie viele Herausforderungen die Unternehmen heutzutage stemmen müssen.
Die Teilnehmer konnten sich in der Tat über eine Vielzahl von brennenden Themen austauschen. Geopolitische Krisen, die rasante Digitalisierung, der zunehmende Einfluss von künstlicher Intelligenz und der anhaltende Fachkräftemangel – all das war auf der Agenda. Bankvorstand Bernhard Nickel machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, dass sich die Herausforderungen in den letzten Jahren verdichtet haben. Auch eine Umfrage unter den Anwesenden bestätigte die Relevanz von Themen wie KI und die digitale Sichtbarkeit für die Unternehmen vor Ort.
Mut zur Veränderung
Christian Birkholz, Regionalleiter von Merkur tz media, ermutigte die Unternehmer, technologische Veränderungen nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu sehen. „Persönlicher Austausch und regionales Netzwerk sind wichtig“, betonte er. Moderatorin Angela Flohr sprach darüber, wie oft die Zukunft mit Angst und Unsicherheit verbunden sei, und stellte fest, dass viele Unternehmer das Risiko als Chance begreifen. Sie sieht das Unternehmertum als einen Bereich, der Zuversicht erfordert und Menschen braucht, die bereit sind, die Zukunft aktiv zu gestalten. In ihren Worten: „Die Zukunft hat kein Imageproblem, benötigt Menschen, die sie gestalten.“
Ein beeindruckendes wirtschaftliches Detail: Im vergangenen Jahr haben 89 Industriebetriebe im Kreis Freising knapp 1,5 Milliarden Euro im Ausland eingenommen. Die Hauptziele? Die USA, Österreich und Frankreich. Das zeigt, dass die Unternehmen nicht nur lokal denken, sondern auch international agieren.
Fachkräftemangel als zentrales Problem
Ein Thema, das auf dem Unternehmertag nicht fehlen durfte, ist der Fachkräftemangel. Laut dem DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 können 36 % der Unternehmen offene Stellen nicht besetzen – eine alarmierende Zahl. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind betroffen, und über 40 % der Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitenden berichten von Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung. Die demografischen Veränderungen und die Spezialisierung des Fachwissens stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Bewerber erwarten zudem moderne Arbeitsstrukturen und flexible Arbeitsbedingungen.
Unternehmen erkennen zunehmend, dass sie die Effizienz auch durch die Unterstützung ihrer bestehenden Teams steigern können. Moderne Softwarelösungen, wie automatisierte Rechnungsprozesse oder digitale Belegverwaltung, können den administrativen Aufwand erheblich reduzieren und Freiraum für strategische Aufgaben schaffen. KI-gestützte Funktionen kommen immer häufiger zum Einsatz, etwa bei der Belegerkennung oder der Analyse betrieblicher Kennzahlen.
Der Wettbewerb um Fachkräfte geht über bloße Gehälter hinaus; Bewerber suchen vor allem nach einem attraktiven Arbeitsumfeld mit einer modernen Unternehmenskultur. Die Bedeutung einer stabilen digitalen Infrastruktur kann dabei nicht hoch genug eingeschätzt werden – sie ist entscheidend für flexible Arbeitsmodelle, sei es im hybriden Arbeiten oder im Homeoffice. Digitalisierung wird oft nur als technisches Projekt betrachtet, dabei ist es ein ganzheitliches organisatorisches Thema, das effiziente Abläufe und eine bessere Planbarkeit ermöglicht.
Die Unternehmer in Freising stehen vor großen Herausforderungen, aber auch vor spannenden Möglichkeiten. Der Unternehmertag hat einmal mehr gezeigt, dass der Austausch und das Miteinander in der Region von großer Bedeutung sind. Wer in die Zukunft investieren möchte, sollte jetzt handeln – denn frühe Investitionen in moderne Systeme verschaffen einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Für alle, die mehr über die Veranstaltung und die Themen erfahren möchten, hier ist der link zur vollständigen Berichterstattung: Merkur.de.
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