Heute ist der 4.05.2026, und in Freising wird ein Kapitel zu Ende gehen, das viele geprägt hat. Helmut Petz, der scheidende Landrat, verlässt nach sechs Jahren den Chefsessel. Während seiner Amtszeit hat er nicht nur viele Herausforderungen gemeistert, sondern auch zahlreiche Erfolge erzielt. Ein Rückblick auf seine Zeit zeigt, dass Petz nicht nur ein Politiker, sondern auch ein Mensch mit Herz war.
Die Verabschiedung von Landrat Helmut Petz (FW) und 27 weiteren Kreisräten fand im Kreistag Freising statt. Petz blickte auf seine Amtszeit zurück und hob hervor, wie er beispielsweise das Klinikum nach einem Wechsel der Geschäftsführung zukunftsfähig gemacht hat. Auch die Wohnungsbau GmbH, die zuvor vor der Abwicklung stand, wurde unter seiner Leitung revitalisiert. Besondere Erfolge kann er auch im Bereich der Energiewende vorweisen: So wurde eine vorübergehende Freigabe von 150 Hektar Landschaftsschutzgebiet für Photovoltaikanlagen bis 2035 ermöglicht.
Engagement für die Region
Helmut Petz hat sich während seiner Amtszeit auch intensiv mit dem Thema Fluglärm auseinandergesetzt und bleibt den Gegnern einer dritten Startbahn am Flughafen mit juristischer Expertise weiterhin verbunden. Der Landkreis Freising hat sogar Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision im Prozess um das „ewige Baurecht“ für den Startbahnbau eingereicht. Allerdings schätzt Petz die Erfolgschancen dieser Beschwerde auf unter zehn Prozent.
Unter seiner Führung wurden auch Fortschritte beim Hochwasserschutz erzielt und der Neubau des Berufsschulzentrums in Angriff genommen. Der Bau einer neuen Berufsschule mit Kosten von 147 Millionen Euro wurde initiiert, was für die Ausbildung junger Menschen in der Region von großer Bedeutung ist. Auch die Energiewende im Landkreis nimmt Fahrt auf. Bis 2026 könnte die Stromversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Energien erfolgen. Das klingt vielversprechend!
Persönliche Zukunft und Erfolge
Helmut Petz hat angekündigt, nicht in den Ruhestand zu gehen, sondern an der Münchner Universität Vorlesungen zu halten. Zudem plant er, mehr Zeit für Familie, Freunde und sein Haus in Freising zu haben, das seit vier Jahren eine Baustelle ist. Komischerweise hat er auch 480 Olivenbäume auf Sardinien, was sicher für einige entspannende Momente sorgen könnte. Außerdem möchte er Fachbücher schreiben und Vorträge halten, um seine Erfahrungen und sein Wissen weiterzugeben.
Die Verabschiedung war geprägt von herzlichen Worten. Politiker aus verschiedenen Parteien lobten Petz für seinen Humor, seine Menschlichkeit und seine Fähigkeit, Krisen zu meistern – sei es die Corona-Pandemie, Hochwasser oder der Ukraine-Krieg. Er hat das gute Klima im Kreistag stets gefördert und wird dafür geschätzt. So erhielt er sogar einen Regiestuhl als Abschiedsgeschenk. Ein schöner Abschluss für einen, der die letzten Jahre mit einem klaren Ziel vor Augen geführt hat.
Seine Nachfolgerin hat große Fußstapfen zu füllen, doch Petz bilanziert optimistisch: Die Weichen für die Zukunft sind gut gestellt. Ob sie das gute Klima im Kreistag fortführt? Wir werden sehen. Das feierliche Abschlussessen im Marstall war ein gelungener Rahmen für diesen Übergang, und es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Jahre ebenso erfolgreich für Freising werden.