Bauarbeiten in Garmisch-Partenkirchen: Sanierung der Bahnbrücke und Veränderungen auf der B23
Garmisch-Partenkirchen hat in den letzten Tagen von sich reden gemacht – und das nicht nur wegen der atemberaubenden Bergkulisse. Ab Montag, dem 20. Juli, wird die Bahnbrücke an der St.-Martin-Straße unter die Lupe genommen. Die Deutschen Bahn hat angekündigt, dass die Arbeiten voraussichtlich vier Wochen dauern werden, bis einschließlich Donnerstag, dem 20. August. Das klingt nach einer langen Zeit, aber keine Panik – eine vollständige Sperrung der Unterführung wird es nicht geben. Stattdessen wird jeweils eine Fahrspur gesperrt, während der Verkehr über den verbleibenden Fahrstreifen weiterfließen kann. Fußgänger können die Unterführung auch nutzen, müssen aber mit Einschränkungen auf dem Gehweg rechnen.
Eine angenehme Nachricht für alle, die auf schnelle Hilfe angewiesen sind: Feuerwehr und Rettungsdienste haben jederzeit Zugang zur Unterführung. Das ist besonders wichtig, denn an dieser Brücke waren wiederholt Instandhaltungsmaßnahmen notwendig. Es ist zu erwarten, dass eine umfassende Sanierung oder sogar ein Neubau in den kommenden Jahren unumgänglich sein wird. Details zu den spezifischen Arbeiten hat die Deutsche Bahn bisher leider nicht bekannt gegeben – das ist etwas schade, da die Neugier der Bürger sicherlich groß ist.
Bauen für die Zukunft
Doch Garmisch-Partenkirchen steht nicht allein in Sachen Bauarbeiten. Auch die B23 zwischen der Einmündung Loisachauen/Kläranlage und dem Tunnel Farchant wird in naher Zukunft Veränderungen erfahren. Hier wird ein Kabelweg zum Kramertunnel hergestellt, um eine zentrale Steuerung zu ermöglichen. Die Arbeiten an der Kabelleerrohrtrasse sollen Ende 2025 beginnen, mit einer Fortsetzung ab Montag, dem 8. Juni 2026. Die Direktrampe nach Tunnel Farchant in Fahrtrichtung Ehrwald wird für etwa drei Wochen gesperrt sein. In dieser Zeit wird der Verkehr über den Partenkirchner Kreisverkehr geleitet – etwas Geduld ist also gefragt!
Eine halbseitige Sperrung auf der B23 mit Ampelregelung wird ebenfalls für ca. fünf Wochen nötig sein. Ein Abbau der Schutzplanke ist erforderlich, bevor die Kabelleerrohrtrasse eingebaut werden kann. Die Schutzplanke wird danach wieder in neuer Lage hergestellt. Während all dieser Arbeiten läuft der Tunnelbau im Kramertunnel ungehindert weiter. Hier sind die Fortschritte sichtbar: Das Betriebsgebäude Süd befindet sich bereits im Rohbau, und der Einbau von Schlitzrinnen sowie Bordsteinen im Haupttunnel ist in vollem Gange.
Ein Blick in die Zukunft
Die Notwendigkeit solcher Baumaßnahmen ist nicht zufällig. Das Bundesfernstraßennetz, das hauptsächlich in den 1960er bis 1980er Jahren aufgebaut wurde, benötigt dringend Erhaltungsmaßnahmen. Besonders die intensive Beanspruchung durch Schwerverkehr hat Brücken in Mitleidenschaft gezogen. Die Modernisierung dieser Bauwerke ist eine der vordringlichsten Aufgaben der Zukunft. Der Fokus hat sich mittlerweile auf den Erhalt und die Qualitätsverbesserung der Bestandsnetze verschoben. Schließlich soll die Mobilität der Bürger nicht eingeschränkt werden – ein wichtiges Ziel, besonders in einer Region, die so stark vom Tourismus lebt wie Garmisch-Partenkirchen.
Ein gut funktionierendes Straßennetz ist nicht nur für die individuelle Mobilität entscheidend, sondern auch eine Voraussetzung für eine starke Volkswirtschaft. Die laufenden und geplanten Baumaßnahmen in der Region sind daher nicht nur notwendig, sie sind auch ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit und die Resilienz der Infrastruktur, die uns alle betrifft.
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