Verkehrsbehinderungen durch Bauarbeiten am Kramertunnel in Garmisch-Partenkirchen ab Juni 2026
In Garmisch-Partenkirchen, dem charmanten Ort in den bayerischen Alpen, stehen ab dem 8. Juni 2026 einige Veränderungen an, die den Verkehr ordentlich durcheinanderwirbeln könnten. Auf der B23 zwischen dem Tunnel Farchant und der Baustelle des Kramertunnels wird es zu Behinderungen kommen. Ganze acht Wochen lang müssen sich Autofahrer auf Einschränkungen einstellen. Grund dafür ist der technische Anschluss des Kramertunnels an die bereits bestehenden Großbauwerke im Loisachtal, ein Projekt, das offensichtlich einige Herausforderungen mit sich bringt. Die Baufirma, die bereits 2025 mit den Arbeiten beauftragt wurde, hatte anscheinend Schwierigkeiten, alle Aufgaben im vorgegebenen Zeitrahmen abzuschließen.
Zu Beginn wird die Auffahrtsrampe in Richtung Garmisch/Fernpass für drei Wochen gesperrt. Diese Sperrung betrifft nur die Wochenenden, an denen die Strecke mit reduziertem Tempo befahren werden kann. Eine Umleitung über den Partenkirchner Kreisel führt zurück in Richtung Norden, was für viele Verkehrsteilnehmer sicher etwas umständlich sein wird. Nach der Fertigstellung der Auffahrtsrampe wird eine Wanderbaustelle an der B23 für Kabelschächte eingerichtet. Die Dauer dieser Wanderbaustelle beträgt rund fünf Wochen, und der Abschnitt wird halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird dann durch Ampeln geregelt – das wird sicher spannend! Bevor jedoch die eigentlichen Tiefbauarbeiten beginnen können, muss die Schutzplanke abgebaut werden. Diese wird dann in neuer Lage wiederhergestellt, und einige Fundamente müssen sogar neu erstellt werden. Es scheint, als ob hier einiges an Arbeit auf die Bauarbeiter zukommt.
Fortschritte beim Kramertunnel
Das Projekt Kramertunnel selbst, ein zentraler Bestandteil der Ortsumgehung Garmisch-Partenkirchen, hat in den letzten Monaten ebenfalls Fortschritte gemacht. So wurde am 21. Juli 2025 berichtet, dass der Rohbau und der Innenausbau im Tunnel gut voranschreiten. Die Entwässerungseinrichtungen in der südlichen Hälfte des Haupttunnels sind bereits vollständig eingebaut. Die nächsten Schritte beinhalten den Einbau von Kabelleerrohren sowie den Notgehwegen. In der nördlichen Hälfte sind die Arbeiten an der Zwischendecke und dem unterirdischen Betriebsgebäude in vollem Gange. Abteilungsleiter Raphael Zuber äußerte sich zufrieden über den Baufortschritt, was immer ein gutes Zeichen ist.
Ab Mitte August 2025 sollten dann zwei weitere Baustellen beginnen: Der Bau des Betriebsgebäudes im Süden, dessen Aushub bereits erledigt ist, sowie die Arbeiten an der Portalwand im Norden. Hierbei wird darauf geachtet, dass die hohen Schalwände an den Portalen sich gut in die Umgebung einfügen – schließlich ist der Bereich um den ehemaligen Steinbruch nicht gerade unauffällig. Ein einheitliches Erscheinungsbild zwischen dem Betriebsgebäude Nord und der Portalwand wird angestrebt. Die Sichtbarkeit der Arbeiten von der Anschlussstelle Nord könnte für Schaulustige durchaus interessant sein, da man sicher einen Blick auf die Baufortschritte erhaschen kann.
Ein Blick auf die Tunnelbau-Aktivitäten in Deutschland
Die aktuellen Entwicklungen rund um Tunnelbauprojekte sind nicht nur in Garmisch-Partenkirchen von Bedeutung. Eine Umfrage der STUVA zum Jahreswechsel 2023/24 hat ergeben, dass in Deutschland etwa 84 Kilometer Tunnel im Bau sind. Diese Zahl ist leicht angestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist die Zunahme der Bautätigkeiten bei Fernbahntunneln und Straßentunneln, während die Projekte im Nahverkehr etwas zurückgegangen sind.
In den kommenden Jahren stehen zahlreiche Tunnelprojekte in den Startlöchern. Hamburg plant etwa 38 Kilometer Tunnel, gefolgt von München mit 24 Kilometern. Im Bereich der Fernbahntunnel sind zurzeit rund 404 Kilometer in Planung, was ebenfalls einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Auch bei den Straßentunneln sind zahlreiche Projekte in der Pipeline, und es ist zu erwarten, dass die Bautätigkeit in diesem Sektor weiter zunimmt. Nach Abschluss der aktuellen Arbeiten in Garmisch-Partenkirchen wird also nicht nur die Region, sondern auch die gesamte Infrastruktur in Deutschland von den umfassenden Bauaktivitäten profitieren.
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