Heute ist der 3. Mai 2026 und in Garmisch-Partenkirchen steht die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft vor einer echten Herausforderung. Die WM in der Schweiz rückt näher, doch der Kader muss sich ohne den hochkarätigen Leon Draisaitl, der aufgrund einer Knie-Verletzung nach dem Playoff-Aus seiner Edmonton Oilers absagt, neu formieren. DEB-Sportvorstand Christian Künast erklärte, dass Draisaitl zuletzt nie ganz fit war und jetzt dringend eine Pause braucht. Das ist ein harter Schlag für das Team – schließlich zählt Draisaitl zu den besten Spielern der NHL.
Doch nicht nur Draisaitl wird fehlen; auch Tim Stützle von den Ottawa Senators wird angeschlagen aussetzen. Die Situation ist angespannt, denn die Vorzeichen für das Turnier sind alles andere als rosig. Auf der positiven Seite könnte Moritz Seider von den Detroit Red Wings ab Mittwoch zur finalen Vorbereitungsphase zum Team stoßen. Das Ziel ist es, am 10. Mai im Spiel gegen die USA voll einsatzfähig zu sein. Außerdem wird Philipp Grubauer von der NHL erwartet, was dem Team möglicherweise einen Schub geben könnte.
Der Kader in der Krise
Hoffnungen ruhen auch auf Joshua Samanski, Draisaitls Teamkollege, der gute Chancen auf eine Teilnahme hat. Künast wartet jedoch auf das finale Go. JJ Peterka, der bei den Utah Mammoth spielt, hat hingegen nur geringe Chancen auf eine WM-Teilnahme, da auch er angeschlagen ist. Lukas Reichel von den Boston Bruins und Wojciech Stachowiak von den Grand Rapids Griffins haben unklare Einsätze, weil sie noch in den AHL-Playoffs aktiv sind. Ein weiterer Ausfall ist Maksymilian Szuber, der aufgrund eines auslaufenden Vertrags nicht teilnehmen kann. Das Team wird am 15. Mai in Zürich gegen Finnland ins Turnier starten, und die Vorfreude ist gemischt mit einer gehörigen Portion Nervosität.
In der letzten WM war das deutsche Team schon nach der Gruppenphase ausgeschieden – eine Enttäuschung, die alle noch in Erinnerung haben. Und bei den Olympischen Spielen in Mailand gab es ein Viertelfinal-Aus gegen die Slowakei. Es wird also Zeit, dass die Mannschaft zeigt, was sie kann. Doch die Abgänge von Schlüsselspielern wie Draisaitl und Stützle machen die Sache nicht gerade einfacher.
Ein Rückblick auf vergangene Erfolge
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat in den letzten Jahren sowohl Höhen als auch Tiefen erlebt. Im Jahr 2023 startete das Team mit WM-Silber, doch die aktuelle Lage könnte nicht prekärer sein. Die letzte WM endete für Deutschland mit einer herben Niederlage im entscheidenden Spiel gegen Dänemark, das im Penaltyschießen verloren ging. Das Team zeigte Nerven, und die Spieler, die noch aus dem Silberteam von 2023 stammen, müssen jetzt beweisen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt haben.
Philipp Grubauer, der im Tor stand, konnte das Team nicht retten, und die 14 Spieler, die damals noch aktiv waren, stehen nun unter Druck. Korbinian Geibel hatte Deutschland in der 40. Minute in Führung gebracht, doch Dänemark glich durch Nikolaj Ehlers aus. Es war ein spannendes Spiel, das die Nerven der Fans bis zum Schluss strapazierte. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Mannschaft den Fokus findet und sich auf die Herausforderungen der WM vorbereitet.
Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Mit der Rückkehr von Seider und möglicherweise Grubauer stehen die Chancen auf eine erfolgreiche WM vielleicht doch besser als gedacht. Aber die Abwesenheit von Draisaitl, einem der besten Spieler, wird schwer wiegen. Es bleibt abzuwarten, ob das Team die nötige Energie und den Kampfgeist aufbringen kann, um die Nation stolz zu machen.