Heute ist der 25.04.2026 und in Kaufbeuren wurde das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen Polizeivizepräsident Michael Haber und Oberbürgermeister Stefan Bosse abgehalten. Die Sicherheitslage in der Stadt wurde als gut eingestuft, obwohl ein Anstieg der Straftaten um 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurde. Dieser Anstieg bedeutet, dass die Zahl der Straftaten bereinigt um ausländerrechtliche Verstöße um 83 Fälle gestiegen ist. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl für Kaufbeuren liegt bei 4.267 Straftaten pro 100.000 Einwohner, was im Vergleich zu anderen bayerischen kreisfreien Städten eine eher geringe Kriminalitätsbelastung darstellt.

Im Zehnjahresvergleich lässt sich ein rückläufiger Trend bei den Straftaten erkennen, und Kaufbeuren gilt als eine der sichersten kreisfreien Städte unter 100.000 Einwohnern. Besonders erfreulich ist auch, dass die Zahl der Verkehrsunfälle im Stadtgebiet um knapp 6 % auf 1.108 gesenkt werden konnte. Leider führte dies zu zwei Todesopfern und 212 Verletzten. Themen des Austausches waren neben der Sicherheitslage auch die Herausforderungen durch die Digitalisierung sowie der Umzug in die neue Polizeiinspektion in der Moosmangstraße. Die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Polizei wurde von allen Beteiligten gewürdigt, darunter auch Verantwortliche der Stadtverwaltung und der Kriminalpolizeistation. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Polizei.

Entwicklungen in der bayerischen Kriminalstatistik

Die Kriminalitätsbelastung in Bayern insgesamt zeigt einen rückläufigen Trend. Laut der neuesten Statistik sank sie um 4,8 Prozent auf 4.094 Straftaten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2025. Dies ist der niedrigste Wert seit 1978. Auch die Aufklärungsquote stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 66 Prozent. Besonders bei der Gewaltkriminalität konnte ein Rückgang um 4,5 Prozent auf 21.667 Fälle verzeichnet werden; 79 Prozent davon waren gefährliche und schwere Körperverletzungen.

Um die Gewaltkriminalität noch effektiver zu bekämpfen, wurden Maßnahmen wie verstärkte Fußstreifen in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und der Einsatz von Drogenspürhunden ergriffen. Außerdem wurden Verbotszonen für Alkohol, Cannabis und Waffen eingerichtet. Die Bayerische Bereitschaftspolizei wurde gezielt eingesetzt, und es fand ein Ausbau der polizeilichen Videoüberwachung an 17 Orten, darunter auch in großen Städten wie München und Augsburg, statt.

Ein Blick auf die Internetkriminalität

Die Rauschgiftkriminalität ist um über 27 Prozent gesunken, was teilweise auf Änderungen im Cannabisgesetz zurückzuführen ist. Dennoch stieg der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger auf 41,7 Prozent. Wohnungseinbrüche haben hingegen um 5,6 Prozent zugenommen, was zu einem Gesamtbetrag von 29,2 Millionen Euro an Beute- und Vermögensschaden führte. Trotz dieser Herausforderungen zeigt die Bayerische Polizei eine kontinuierliche Entschlossenheit, mit fast 8.700 Stellen seit 2008 zu wachsen. Im Doppelhaushalt 2026/2027 sind weitere 200 neue Stellen für die Bayerische Polizei im Jahr 2027 vorgesehen. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Bemühungen, die Sicherheit in Bayern weiter zu erhöhen, während die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden gestärkt wird, um den Bürgerinnen und Bürgern ein sicheres Umfeld zu bieten.

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