Heute ist der 8.05.2026 und in Kitzingen gab es kürzlich eine ganz besondere Ausstellung, die die Besucher in die Vergangenheit entführte. Der Landwirt Karl Alt aus Dornheim hat mit seinen 30.000 Exponaten ein wahres Schatzkästchen zusammengestellt. Diese Sammlung ist nicht nur beeindruckend, sondern auch von historischer Bedeutung. Unter den vielen Funden war der älteste Faustkeil Unterfrankens, ein faszinierendes Stück, das in der Hellmitzheimer Bucht entdeckt wurde. Die Archäologin Margarete Klein-Pfeuffer hat einen Teil dieser Exponate in der evangelischen Schule Dornheim kuratiert und damit das kulturelle Erbe der Region lebendig gemacht.
Die Senioren-Union der CSU nutzte die Gelegenheit, um die Ausstellung zu besuchen und sich mit der Altstein-, Merowinger- und Keltenzeit auseinanderzusetzen. Es war ein Moment, in dem Geschichte greifbar wurde. Ein Film, der die Geschichte Dornheims und die Grabungen im Dornheimer Grund beleuchtete, sorgte für spannende Einblicke in die Siedlung der ersten Franken aus der Merowingerzeit. Während eines Dorfspaziergangs erfuhren die Senioren von den tragischen Ereignissen am Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Einwohner sich dem Vormarsch der Amerikaner widersetzten. Otto Hünnerkopf, der Vorsitzende der Senioren-Union, erinnerte an Karl Alts Einladungen, die archäologische Sammlung zu besichtigen, und damit an eine Zeit, in der Geschichte noch ungeschrieben war.
Einblicke in die archäologische Sammlung
Die Ausstellung in Dornheim ist nur ein kleines Puzzlestück in der umfangreichen archäologischen Sammlung des Museums für Franken, das zu den bedeutendsten Sammlungen in Süddeutschland zählt. Der größte Teil dieses Bestandes lagert in Magazinen, und die Objekte bieten einen einzigartigen Überblick über verschiedene ur- und frühgeschichtliche Epochen Frankens. Die Sammlung erzählt fast die gesamte Menschheitsgeschichte Frankens ohne schriftliche Quellen – das ist schon beeindruckend, wenn man darüber nachdenkt.
Jedes Stück, das dort aufbewahrt wird, hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Die Fachwissenschaftler und Geschichtsinteressierten, die regelmäßig nach den Objekten forschen, tragen dazu bei, dass diese Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Der Kurator und Sammlungsleiter der archäologischen Abteilung hat die Aufgabe, die Sammlung zu betreuen, die Inventur des Bestandes durchzuführen und Sonderausstellungen zu gestalten. Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Engagement erfordert.
Eine Reise durch die Geschichte
Wenn wir uns die Ausstellung und die archäologischen Funde ansehen, wird schnell klar, wie wichtig es ist, diese Geschichte zu bewahren. Die Objekte sind nicht nur Relikte aus einer vergangenen Zeit, sie sind auch Zeugen menschlichen Lebens und Schaffens. Die Geschichte von Dornheim, die durch solche Funde lebendig wird, ist Teil unseres kulturellen Erbes. Sie zeigt, wie Menschen in den unterschiedlichen Epochen lebten, arbeiteten und sich gegen Widrigkeiten behaupteten. Es ist eine Erinnerung daran, dass wir alle Teil dieser langen Geschichte sind.
In einer Zeit, in der vieles schnelllebig und vergänglich scheint, bietet die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit einen Anker. Es ist, als würde man die Wurzeln des eigenen Seins erforschen – und das ist manchmal einfach nur überwältigend.