19 Küken in Kronacher Storchennestern geschlüpft
Heute ist der 5.06.2026 und wir schauen auf eine erfreuliche Nachricht aus dem Landkreis Kronach, die die Herzen von Naturliebhabern höher schlagen lässt. In den Storchennestern dieser Region sind sage und schreibe 19 Küken geschlüpft! Das ist die höchste Anzahl an Jungstörchen seit mehreren Jahren und wird von vielen als positiver Lichtblick nach den schweren Verlusten in den vergangenen Sommern angesehen. Besonders ins Auge sticht ein Horst in Hof an der Steinach, der für Staunen sorgt. Bianka Rempel, die Storchenbeauftragte des Landesbundes für Vogelschutz, entdeckte bei einer Kontrollrunde gleich vier Jungstörche gleichzeitig im Nest – eine Überraschung, mit der sie nicht gerechnet hätte. Hier gibt es mehr Informationen zu diesem erfreulichen Ereignis.
Um die Bedeutung dieser Entwicklung besser zu verstehen, lohnt es sich, einen Blick in die jüngere Geschichte der Storchennester im Landkreis zu werfen. Im Sommer 2021 konnten hier erstmals seit Jahrzehnten zwei Weißstorchpaare erfolgreich brüten. Auf dem Wasserschloss in Mitwitz wurden drei Jungstörche großgezogen, während ein Jungvogel auf dem Oberen Schloss in Küps schlüpfte. Auch die vier potentiellen Storchennester im Steinachtal, darunter das Wasserschloss Mitwitz und eine Trafostation in Hof/Steinach, zeigen, dass die Region ein Rückzugsort für diese majestätischen Vögel sein kann. Hier gibt es spannende Details zu den Nestern und deren Geschichte.
Die Rückkehr der Störche
Besonders bemerkenswert ist, dass die Hassenberger Störche, die im Frühjahr 2021 frühzeitig zurückkehrten, ein weiteres Paar auf dem Wasserschloss begrüßen konnten. Beide Paare teilten sich fortan das Revier und die Wiesen im Steinachtal. Um die Storchennester zu stabilisieren, wurden sogar Maßnahmen wie der Eingriff der Feuerwehr und Storchennestbauer ergriffen, als ein Paar auf dem Oberen Schloss ein instabiles Nest baute. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gruppen und den ehrenamtlichen Einsatz der LBV-Steinachtalgruppe zeigt, wie wichtig der Schutz dieser Vögel ist.
Die Arbeit der Bundesarbeitsgruppe (BAG) Weißstorchschutz ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Diese Gruppe führt jährliche Bestandserfassungen durch, um die Entwicklung des Weißstorchs in Deutschland zu beobachten. Auch wenn sich die Bestände erholt haben – der Weißstorch war in den 1980er Jahren fast ausgestorben – gibt es immer noch Herausforderungen, etwa durch Lebensraumverlust und zunehmende Hitze. Die BAG setzt sich für den Erhalt der Lebensräume ein und bietet Citizen-Science-Projekte an, um die Öffentlichkeit stärker in den Weißstorchschutz einzubinden. Wer möchte, kann seine Beobachtungen online dokumentieren und somit aktiv zum Schutz dieser beeindruckenden Vögel beitragen. Hier finden Interessierte weitere Informationen.
Die Freude über die 19 geschlüpften Küken und die damit verbundene Hoffnung auf eine positive Entwicklung der Storchpopulation in der Region ist spürbar. Es bleibt zu hoffen, dass der Trend anhält und die Störche weiterhin in den Kronacher Storchennestern ein Zuhause finden.
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