Heute ist der 8.05.2026 und ich habe mich aufgemacht, um über ein spannendes Projekt an der Staustufe 15 südlich von Landsberg am Lech zu berichten. Eine Baustelle, die nicht nur das Interesse von Anwohnern und Touristen weckt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten soll. Hier wird an einer Fischaufstiegsanlage gearbeitet, die mit einem Budget von rund 8 Millionen Euro, ursprünglich mit 6,5 Millionen Euro veranschlagt, auf die Beine gestellt wird. Die Firma Uniper Kraftwerke GmbH ist der Bauherr und hat sich zum Ziel gesetzt, die europäische Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen.

Besucher können bereits jetzt die Baustelle erkunden – die ausgetretenen Pfade zeugen von der Beliebtheit des Ortes, wo bald die Fische einen Höhenunterschied von 8,50 Metern überwinden können. Die Fischaufstiegsanlage wird aus rund 70 Becken und einem naturnahen Bachbett bestehen. Besonders spannend: Sie ist auf den Huchen ausgelegt, einen Leitfisch, der über einen Meter lang werden kann und leider vom Aussterben bedroht ist.

Umfangreiche Investitionen für die Natur

Uniper investiert insgesamt knapp 100 Millionen Euro in mehrere Fischaufstiegshilfen am Lech. Weitere Anlagen sind in Planung, etwa in Pitzling, Lechmühlen und Lechblick, deren Fertigstellung zwischen 2026 und 2027 erwartet wird. Der Bau der Fischaufstiegsanlagen hat bereits 2023 begonnen – in Dessau im November 2022 und in Urspring im Februar 2023. Um die Durchgängigkeit auf einem Abschnitt von 24 km zu verlängern, wird jede Anlage etwa 800 Liter Wasser pro Sekunde einleiten, um die Fische anzulocken.

Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Enger Platz und felsiger Untergrund erschweren die Bauarbeiten, besonders in Dessau. Zudem gibt es Probleme mit Verschlammung und Geschiebe-Transport am deutschen Lech, was die Lebensbedingungen für die Wasserlebewesen beeinträchtigt. In Landsberg ist die Situation ähnlich – Verzögerungen durch die Erneuerung einer Hauptkabeltrasse aus dem Jahr 1943 haben den Bau vorübergehend ins Stocken gebracht.

Ein Ort mit Zukunft

Die Baustelle wird nicht nur den Fischen zugutekommen. Nach der Fertigstellung wird der Bereich südwestlich des Kraftwerks wieder nutzbar sein und als Übungsplatz für das Technische Hilfswerk und die Wasserwacht dienen. Das klingt doch vielversprechend! Ein Badeplatz wird aufgrund der Nähe zum Kraftwerk nicht vorgesehen, aber die naturnahe Gestaltung des Ausgleichsteiches von etwa 200 Quadratmetern wird den Ort auf jeden Fall aufwerten.

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Die Anlagen in Urspring und Dessau werden voraussichtlich im Juli und August 2024 in Betrieb gehen, während die in Epfach Ende 2024 fertiggestellt sein sollen. Auch wenn die Umsetzung der Fischaufstiegsanlagen viel Zeit und Mühe kostet, so wird es sich doch langfristig auszahlen. Die Natur wird es uns danken, und wir können auf eine gesunde Fischpopulation hoffen. Die Bauarbeiten am Lech sind also nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch ein wichtiges Umweltprojekt, das uns alle angeht.

Wer mehr über den Fortschritt der Arbeiten erfahren möchte, kann einen Blick auf die Baustelle werfen – es ist spannend zu sehen, wie Natur und Technik Hand in Hand arbeiten. Weitere Informationen und Details zu den Projekten finden Sie in einem ausführlichen Artikel auf Augsburger Allgemeine sowie auf Merkur.