In Lichtenfels, einer charmanten Stadt in Deutschland, wird ein bedeutender Abschied gefeiert. Dr. Holger Göbel, der langjährige Chefarzt des Sana-Klinikums, verabschiedet sich am 31. März in den Ruhestand. Nach über zwei Jahrzehnten im Dienst der Gastroenterologie und als ärztlicher Direktor des Klinikums hinterlässt er eine große Lücke. Bei seiner Verabschiedung, die von Lobhudeleien geprägt war, waren nicht nur seine Kollegen und Mitarbeiter anwesend, sondern auch Kommunalpolitiker und seine Familie. Es war ein Moment voller Gefühl und Dankbarkeit.

Dr. Göbel wurde von seinen Weggefährten als „hervorragender Arzt und wundervoller Mensch“ gewürdigt. Man bezeichnete ihn sogar als „Glücksfall für das Haus“ und „Brückenbauer“. Diese Bezeichnungen sind mehr als nur Worte; sie spiegeln seine ruhige Art wider, mit der er stets im Hintergrund Gutes tat und sich für die medizinische Versorgung in der Region einsetzte. In seiner Freizeit, abseits der vielen Herausforderungen im Klinikalltag, ist Dr. Göbel ein begeisterter Radfahrer. Im Ruhestand plant er, mehr Zeit auf dem Fahrrad zu verbringen – eine schöne Vorstellung, die den Übergang in diesen neuen Lebensabschnitt versüßt.

Ein Vermächtnis der Hingabe

Seit 2003 war Dr. Göbel eine zentrale Figur im Sana Klinikum Lichtenfels. Unter seiner Leitung nahm das Haus an vielen Veränderungen teil, darunter die Umwandlung in ein modernes Green Hospital und die Übernahme durch die Sana Kliniken AG. Seine Anstrengungen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung haben nicht nur Patienten geholfen, sondern auch den Ärztenachwuchs gefördert. So plant er auch nach seiner Pensionierung, weiterhin den Nachwuchs an der Sana Medical School zu unterstützen. Das zeigt, wie sehr ihm die Zukunft der Medizin am Herzen liegt.

Die Geschäftsführerin des Klinikums, Petra-Marié Rinsche-Förstel, betonte während der Verabschiedung die Bedeutung eines solchen Anlasses für Dank und Anerkennung. Und das, obwohl Dr. Göbel das Rampenlicht mied – er war nie derjenige, der sich in den Vordergrund drängte. Vielmehr zielte er darauf ab, die Dinge im Stillen voranzutreiben und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es ist eine Art von Bescheidenheit, die in der heutigen Zeit nicht oft zu finden ist.

Ein Blick auf die Zukunft

Mit dem Ruhestand von Dr. Göbel steht auch ein Wechsel an der Spitze der Gastroenterologie an: Ab dem 1. April wird André Michalski die Chefarzt-Position übernehmen, während Dr. Thorsten Keil als neuer ärztlicher Direktor fungiert. Diese Veränderungen sind Teil eines größeren Wandels im Gesundheitswesen, der nicht nur in Lichtenfels, sondern in ganz Deutschland zu spüren ist. Immer mehr Mediziner entscheiden sich, auch nach der Pensionierung aktiv zu bleiben. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass in Deutschland über 100.000 Ärzte älter als 60 Jahre noch im Berufsleben stehen.

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Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Mediziner betrachten ihre Arbeit als Lebensaufgabe und möchten weiterhin für ihre Patienten da sein. Eine Umfrage des Deutschen Ärzteblatts zeigt, dass viele Ärzte bis zum Alter von 67 Jahren im medizinischen Bereich tätig bleiben möchten. Die Rahmenbedingungen dafür sind entscheidend: Freie Zeiteinteilung und weniger Bürokratie sind für viele von großer Bedeutung. Gerade die Bürokratie ist für viele das größte Hindernis im Berufsleben.

Es bleibt abzuwarten, wie Dr. Göbel seinen neuen Lebensabschnitt gestalten wird. Seine Passion für das Radfahren könnte ihm eine willkommene Abwechslung bieten. Doch die Spuren, die er im Sana Klinikum hinterlässt, werden sicherlich nicht verblassen. Abschiede sind nie einfach, aber sie eröffnen auch neue Türen.