Die Stadt Lichtenfels, bekannt für ihre enge Verbindung zur Geschichte des Zisterzienserordens, steht im Mittelpunkt eines spannenden internationalen Kooperationsprojekts. Besonders im Ortsteil Langheim ist die Geschichte der Zisterzienser lebendig. Dieses Erbe wird nun durch das internationale Projekt „Cisterscapes – Zisterziensische Klosterlandschaften“ gewürdigt, das Lichtenfels in den Fokus rückt. Am 18. und 19. Juli 2026 findet eine Kulturreise statt, die sich mit der Verbindung zwischen Langheim und dem Tochterkloster Plasy (Plass) beschäftigt. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, in die faszinierende Welt der Zisterzienser einzutauchen und deren wertvolles Erbe hautnah zu erleben.
Ein Höhepunkt der Reise wird der Besuch des beeindruckenden Konventgebäudes in Plasy sein, das auf 5100 Eichenholzpfählen im Wasser errichtet wurde – ein wahres Meisterwerk barocker Ingenieurskunst. Die Reise wird auch einen Abstecher zum Wallfahrtsort Mariánská Týnice beinhalten, dessen Abschluss 2021 durch den Architekten Santini-Aichel vollzogen wurde. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund, dass die Klosterlandschaft Langheim ab 2024 gemeinsam mit 16 weiteren europäischen Standorten das Europäische Kulturerbesiegel tragen wird. Ein Grund mehr, sich mit den Zisterziensern und deren Bedeutung für Europa zu beschäftigen!
Einblicke in die Kultur und Geschichte
Die geplante Kulturreise verspricht nicht nur aufregende Erlebnisse, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch mit Partnerinstitutionen. Dazu zählen das Mutterkloster Ebrach und das Enkelkloster Velehrad. Die Fahrt im modernen Reisebus ab Lichtenfels, die fachkundigen Führungen sowie die Übernachtung in einem Vier-Sterne-Hotel in Pilsen (inklusive Frühstück) runden das Programm ab. Zwei Mittagessen und ein zweigängiges Abendessen sind ebenfalls im Preis enthalten. Wer Interesse hat, sollte sich jedoch beeilen – die Reservierungen sind bis spätestens 12. Juni bei der Volkshochschule Lichtenfels möglich.
Die Zisterzienser haben eine bedeutende Rolle in der europäischen Kulturgeschichte gespielt. Ursprünglich 1098 in Citeaux, Frankreich, gegründet, verbreitete sich der Orden schnell in ganz Europa, insbesondere in Mitteleuropa. Ihre Klosterlandschaften sind nicht nur Orte der Spiritualität, sondern auch Zentren von Kultur und Technologiefortschritt im Mittelalter. Die EU-Kommission würdigt das Netzwerk der Zisterzienser als historisch paneuropäisch, was die Relevanz dieser Reise und des Kulturerbes unterstreicht. Die Klosterlandschaften, die das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten haben, reichen von Deutschland über Österreich bis nach Tschechien, Polen und Slowenien.
Ein kulturelles Abenteuer in Pilsen
Am zweiten Tag der Reise steht die Stadt Pilsen auf dem Programm, die 2015 den Titel Kulturhauptstadt Europas trug. Die Besucher dürfen sich auf eine Besichtigung der historischen Altstadt freuen, wo die Atmosphäre der Vergangenheit förmlich spürbar ist. Zudem wird die Große Synagoge besichtigt, ein eindrucksvolles Zeugnis der religiösen Vielfalt der Stadt, und natürlich die berühmte Pilsner Brauerei, die für viele ein ganz besonderes Highlight darstellt. Ein echtes Erlebnis, das nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch das Herz höherschlagen lässt!
Die Verbindung von Lichtenfels mit den Zisterziensern und deren Klosterlandschaften ist nicht nur ein Stück Geschichte, sondern ein lebendiges Erbe, das auch zukünftige Generationen inspirieren wird. Wer die Möglichkeit hat, an dieser Reise teilzunehmen, sollte sie sich nicht entgehen lassen – es ist eine Gelegenheit zur Entdeckung und zum Austausch, die in Erinnerung bleibt.
Für weitere Informationen zu den Zisterzienser-Klosterlandschaften in Europa, und um in die faszinierende Welt des Zisterzienserordens einzutauchen, kann die Webseite Cisterscapes besucht werden.