Heute ist der 4. Mai 2026, und die Region rund um den Bodensee steht vor einer echten Herausforderung. Die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 31 (B31) zwischen Friedrichshafen und Lindau haben am Montag, den 13. April, begonnen. Der Abschnitt von der Anschlussstelle Kressbronn bis zur Landesgrenze nach Bayern ist bis voraussichtlich 9. Mai gesperrt. Das sorgt natürlich für ordentlich Verkehr – und wie! Am ersten Tag der Baustelle war die Verkehrsdichte so hoch, dass die Autofahrer mit längeren Fahrzeiten rechnen mussten, aber ein großes Chaos blieb glücklicherweise aus.
Die digitalen Routenplaner zeigen dichten bis stehenden Verkehr in Kressbronn und im Lindauer Stadtgebiet. Wer jetzt denkt, er könnte einfach einen Umweg nehmen, irrt sich. Die Umleitungsstrecke führt von Lindau über Kressbronn nach Langenargen-Oberdorf, aber die Nebenstrecken sind nicht für die rund 24.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Kressbronn hat sich als echtes Nadelöhr herausgestellt, mit zähem Verkehr und einer Höchstgeschwindigkeit von nur 30 km/h, die aus gutem Grund eingehalten wird. Fußgänger müssen besonders aufpassen, denn die Straßen sind voll mit Autos und auch Schwerlastverkehr. Die Polizei hat bis Montagnachmittag keine nennenswerten Ereignisse auf den Umleitungsstrecken gemeldet, zeigt sich aber bei der Verkehrsüberwachung und -sicherheit unterstützend.
Sanierungsdetails und Kosten
Der 5,4 Kilometer lange Abschnitt der B31 musste wegen der Reparatur des bis zu 30 Jahre alten Straßenbelags, der Risse und Flickstellen aufweist, gesperrt werden. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten; der erste Abschnitt soll bis zum 5. Mai abgeschlossen sein. Danach folgt der zweite Bauabschnitt, in dem der Fahrstreifen in Richtung Lindau und der Ausfädelungsstreifen über 200 Meter erneuert werden. Dieser Abschnitt wird halbseitig gesperrt, was die Situation nicht gerade erleichtern wird. Die geplante Wiedereröffnung der B31 in beiden Richtungen ist für den 9. Mai angesetzt, und die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf stolze 1,8 Millionen Euro. Da fragt man sich schon: Wo bleibt das Geld für die Straßen, die wir alle täglich nutzen?
Der Kontext der Verkehrsinfrastruktur
In einem größeren Zusammenhang ist die Sanierung der B31 nicht die einzige Baustelle. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat kürzlich Baufreigaben für 16 Bundesstraßen- und sieben Autobahn-Neubauprojekte erteilt. Insgesamt fließen ca. 710 Millionen Euro in die Bundesstraßen und ca. 3,6 Milliarden Euro in Autobahnen. Über die Bundesfernstraßen wird mehr als die Hälfte des Straßenverkehrs in Deutschland abgewickelt. Es ist also klar, dass der Erhalt und der gezielte Ausbau des Bundesfernstraßennetzes eine hohe Priorität hat. Die geplanten Rekordinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur bis 2029 belaufen sich auf 169 Milliarden Euro – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!
Obwohl die Baustelle in der Region momentan für Unannehmlichkeiten sorgt, zeigt sie auch, wie wichtig es ist, in die Infrastruktur zu investieren. Die Baufreigaben erstrecken sich über 12 Bundesländer, und hier im Süden, in Baden-Württemberg, sind ja auch Projekte wie die A8 – AS Mühlhausen – Hohenstadt im Gespräch. Es bleibt spannend, wie sich die Verkehrslandschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird!
