Bergbauern erleben: Eine Sonderausstellung im Deutschen Museum München
Heute ist der 22.07.2026, und in Miesbach wird über ein ganz besonderes Ereignis berichtet. Sechs Höfe aus dem Landkreis Miesbach sind Teil einer beeindruckenden Sonderausstellung im Deutschen Museum in München. Diese Schau, die bis Ende Juli zu sehen ist, bietet einen tiefen Einblick in das Leben der Bergbauern. Die Besucher können Fotos und Interviews entdecken, die die Herausforderungen und die Schönheit des Lebens in den Bergen widerspiegeln. Fotograf Klaus Maria Einwanger hat über 90 Tage hinweg den Alltag der Bergbauern dokumentiert – eine wahre Meisterleistung!
Die Ausstellung ist Teil der Initiative „Bergbauern erleben“, die nicht nur diese sechs Höfe, sondern auch sieben weitere Landwirtsfamilien aus der Region präsentiert. Besonders Markus Mayr vom Gloggnerhof in Kreuth äußert Bedenken über die Zukunft der Bergbauern im Tegernseer Tal. Die Herausforderung, Tradition mit modernen Anforderungen zu verbinden, ist ein zentrales Thema, das im Rahmen dieser Ausstellung beleuchtet wird.
Einblicke in die Bergbauernkultur
Die Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat die Bedeutung der wirtschaftlichen Unterstützung für Bergbauern betont. Im Jahr 2025 fließen 33 Millionen Euro an Fördermitteln in die Alm- und Alpwirtschaft. Diese Hilfe wird als unerlässlich angesehen, um die Almlandschaft und die damit verbundene Kultur zu bewahren. Die Porträtierten – darunter Nikolaus und Katharina Schreyer, die ihren Hof in Fischbachau seit über 600 Jahren bewirtschaften – sind stolz darauf, ihre Höfe im Museum zu sehen. Nikolaus Schreyer übernahm 1996 den Hof von seinem erkrankten Vater, und die Tradition wird hier mit viel Hingabe fortgeführt.
Die Ausstellung thematisiert auch die Herausforderungen in der Tierpflege, die Regina Hölzl sowie Axel und Hildegard Riecke hervorheben. Martin Leitner vom Oberrisshof beschreibt, wie schwer die Arbeit in der Landwirtschaft ist, insbesondere in den bergigen Regionen. Das tägliche Leben der Bergbauern ist von harter Arbeit, aber auch von einer tiefen Verbundenheit mit der Natur geprägt.
Eine kulturelle Bewahrung
Rund 2.100 Bergbauernbetriebe in den bayerischen Alpen und Voralpen tragen dazu bei, eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft zu bewahren. Diese Betriebe sind nicht nur für die Erzeugung von authentischen Produkten wie Bergkäse und Sennalpkäse bekannt, sondern sie sind auch Träger einer jahrhundertealten Tradition. Die Sonderausstellung „Bergbauern erleben“ bietet eine Plattform, um das Leben auf den Almen und in den Alpen authentisch zu erleben. Landwirtschaftsministerin Kaniber würdigte die Leistungen dieser Familien und hob hervor, wie wichtig es ist, die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Bergbauern zu sichern – für den Erhalt der Almen und Bergwiesen.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Mai 2026 und ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fotografen Klaus Einwanger und der Privatkäserei Bergader. Die Unterstützung durch den Cluster Ernährung, der Netzwerkplattform der bayerischen Ernährungswirtschaft, zeigt, wie vielschichtig die Bemühungen sind, die Bergbauernkultur zu fördern und zu unterstützen.
Wenn man durch die Ausstellung schlendert, spürt man die Leidenschaft, die in jedem Bild und in jeder Geschichte steckt. Es ist eine Einladung, die Bergbauern nicht nur als Landwirte, sondern als Hüter einer wertvollen Tradition zu sehen. Kommt vorbei und lasst euch inspirieren!
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