In Neu-Ulm sorgt eine neue Plakatkampagne für Wirbel. Eine aufmerksame Neu-Ulmerin fiel auf, dass an verschiedenen grauen Verteilerkästen Plakate der Marke Paulaner hängen. Diese Werbung bezieht sich allerdings auf alkoholfreie Limonade und nicht etwa auf das bekannte Bier. Die Plakate sind unter anderem an einer Ecke in Steinheim, genau an der Leibistraße und Herdgasse, sowie in der Neu-Ulmer Stadtmitte, zum Beispiel am Augsburger-Tor-Platz, zu finden. Es ist eine bemerkenswerte Mischung aus Werbung und den alten Relikten der Deutschen Bundespost, denn auf den Kästen steht „Bekleben verboten“ und „Post“.

Interessanterweise hat die Deutsche Post/DHL Group keine Informationen über diese Plakataktion und auch die Telekom, die für die Kästen zuständig ist, hat auf Anfragen bislang nicht reagiert. Auf den Kästen prangt das Kürzel „KVz“, das für „Kabelverzweiger“ im Telekommunikationsbereich steht. Vor zwei Jahren gab es in Heilbronn ähnliche Plakate, die Teil einer Kampagne zur Markteinführung der Limonade waren. Damals stellte sich heraus, dass es Verstöße gegen eine Plakatierungsrichtlinie gab, die Werbung an technischen Einrichtungen verbietet. Auch in Neu-Ulm hat die Stadt „vereinzelte Beschwerden“ zu den Plakaten erhalten, woraufhin die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) klargestellt hat, dass die Genehmigungen für solche Werbung bei ihnen liegen.

Wer ist verantwortlich?

Die SWU hat bis jetzt keine Anfrage zur Genehmigung der Plakate erhalten und, was vielleicht noch bemerkenswerter ist, bislang auch keine Beschwerden. Sie betonen, dass sie Kunstprojekte, die mit Schulen oder Graffiti-Künstlern abgestimmt sind, fördern, jedoch keine kommerzielle Werbung zulassen. Die SWU hat bereits angekündigt, die Verursacher der Plakataktion zu ermitteln und sie um die Entfernung der Plakate zu bitten. Man könnte sagen, dass hier ein kleines Werbe-Durcheinander entstanden ist!

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, die Rolle von Plakatierungsdiensten in der Region zu beleuchten. Ein solcher Dienst ist seit 1991 in Ulm, Neu-Ulm und dem Umland aktiv und bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an. Sie sind spezialisiert auf die Plakatierung für kulturelle Veranstaltungen, Stadtfeste, Messen und sogar Diskotheken. Ein bemerkenswerter Aspekt ist die zuverlässige und schnelle Auftragsausführung, gepaart mit maßgeschneiderten Lösungen zu bezahlbaren Preisen. Sie kümmern sich um alles – von der Einholung der Genehmigungen bis zur sauberen Entfernung von Plakatresten.

Der rechtliche Rahmen

Ein weiterer interessanter Punkt ist der rechtliche Rahmen, der für die Genehmigung von Werbeanlagen in Deutschland gilt. Nicht alle Bauaufsichtsbehörden erfüllen die technischen und organisatorischen Anforderungen für die elektronische Antragstellung, was in Nordrhein-Westfalen zu Schwierigkeiten führen kann. Nutzer müssen zunächst die Gemeinde oder Stadt auswählen, in der das Grundstück für das Bauvorhaben liegt, bevor sie die zuständige Bauaufsichtsbehörde ermitteln können. Das zeigt, wie komplex die Welt der Werbung manchmal sein kann – selbst für etwas so Alltägliches wie ein Plakat!

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Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation mit den Paulaner-Plakaten in Neu-Ulm entwickeln wird. Es ist ein spannendes Beispiel dafür, wie Werbung und rechtliche Rahmenbedingungen miteinander interagieren – und vielleicht auch, wie sehr man in der Stadt auf die alten Regeln pocht. Vielleicht wird es bald wieder ruhiger an den grauen Kästen, aber bis dahin werden die Neu-Ulmer das bunte Treiben mit einem Schmunzeln beobachten.

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