Im Oberallgäu hat sich beim Kreisverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) ein spannender Führungswechsel vollzogen. Michael Hofer, der über drei Jahrzehnte hinweg den Vorsitz innehatte, hat nun das Zepter an seinen Nachfolger Michael Finger übergeben. Finger, der als Kreisrat aus Oberstdorf bekannt ist, wurde mit großem Vertrauen in seiner Antrittsrede gewählt. Er hat seinem Vorgänger für dessen Engagement gedankt, das unter anderem die Ausschüttungen der Sparkasse Allgäu an kommunale Anteilseigner in Höhe von über sieben Millionen Euro umfasst.

Der neue Vorsitzende steht für frischen Wind und einen Verjüngungsprozess innerhalb der Partei. Besonders im Fokus steht für Finger die Stärkung der Naturschutzkompetenz. Er hat sich bereits als Kritiker des Übertourismus hervorgetan. Interessanterweise sieht die ÖDP sich selbst als die einzige bayerische Partei, die sich klar gegen große Sportveranstaltungen wie „NOlympia“ sowie die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2031 positioniert. Mit einer neuen Dynamik und einer neu aufgestellten Kreistagsliste blickt die ÖDP optimistisch auf die kommenden Wahlen.

Neuer Kreisvorstand und Landratskandidatur

Mit Michael Finger an der Spitze wurde auch der neue Kreisvorstand gewählt. Neben Finger als Erstem Vorsitzenden agieren Franz Josef Natterer-Babych, der Zweite Vorsitzende und Stadtrat in Kempten, sowie Manuela Weppner aus Kempten in der Kassenführung. Die Beisitzer Raphael Horn, Michael Hofer, Dorothea Friedrich, Herbert Siegel und Franz Horn komplettieren das Team, allesamt aus Missen-Wilhams.

Zusätzlich zu seiner Rolle als Vorsitzender wurde Finger auch offiziell als Landratskandidat der ÖDP nominiert. Seine langjährige Erfahrung in kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen, sowohl als ehemaliger Kreisrat als auch als aktueller Gemeinderat, gibt ihm das nötige Rüstzeug, um die Herausforderungen im Oberallgäu anzugehen. Hierbei setzt die ÖDP auf unabhängige Bürger und parteifreie Kandidaten, um den direkten Kontakt zu politisch interessierten Bürgern zu fördern.

Aktuelle Themen und Herausforderungen

In den letzten Jahren hat die ÖDP-UB wichtige Diskussionen im Landkreis angestoßen, unter anderem zur Parkraumbewirtschaftung und dem Thema Übertourismus. Das Oberallgäu ist stark von der Milchviehwirtschaft geprägt, was die Herausforderungen der Region zusätzlich komplex macht. Die aktuellen ÖDP-Kreisräte sind überwiegend Unabhängige Bürger und ehemalige Landwirte, die sich für soziale Bereiche und Denkmalschutz engagieren. Darüber hinaus steht die Bildung für Kinder ganz oben auf der Agenda.

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Ein weiterer Punkt, der in letzter Zeit für Gesprächsstoff sorgte, ist die Bewerbung von Oberstdorf um die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2033. Hier äußert die ÖDP Bedenken, insbesondere hinsichtlich fehlender Bürgerbeteiligung und unklarer Finanzierung. Michael Finger betont, dass die Entscheidung ohne notwendige Transparenz und Bürgerbeteiligung vorangetrieben wurde. Auch die bestehenden Wettkampfanlagen liegen in einer Region, die stark vom Klimawandel betroffen ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die verschiedenen Positionen und Anliegen in den kommenden Monaten entwickeln werden.

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