Heute ist der 28.04.2026 und der Kreisjugendring Ostallgäu hat seine Frühjahrsvollversammlung in der Johann-Jakob-Herkomer-Schule in Füssen abgehalten. Die Versammlung, die zwei Stunden dauerte, bot den Teilnehmer:innen einen umfassenden Überblick über die Jugendarbeit im Landkreis. Vorsitzender Benedikt Geiger und Geschäftsführer Erich Nieberle blickten auf die Aktivitäten des Jahres 2025 zurück und stellten dabei die Fortschritte sowie die Herausforderungen der Jugendarbeit dar. Anna Heiland präsentierte zudem die geplanten Projekte für 2026, die frische Impulse in die regionale Jugendarbeit bringen sollen.
Ein Highlight der Versammlung war die Verteilung einer reich bebilderten Informationsbroschüre mit dem Titel „Zruck Luaga“. Geiger wies auch auf das bevorstehende Jugend-Kultur-Festival 2026 hin, welches am 4. Juli im Buchloer Immle-Park stattfinden wird. Die Tagesordnung wurde einstimmig vom Plenum beschlossen, und das Vorstandsteam erhielt ebenfalls einstimmige Entlastung. Peter Herfert von der Sparkasse Allgäu berichtete über die Kassenprüfung, während Nieberle einen ausgeglichenen Zwei-Millionen-Haushalt für 2026 ankündigte. Der Kreisjugendring wird durch Zuschüsse und Spenden unterstützt, um seine vielseitigen Aufgaben zu bewältigen.
Medienkompetenz und neue Projekte
Im Jahr 2025 wurde mit großer Begeisterung eine Medienfachstelle für Jugendliche in Marktoberdorf erfolgreich gestartet. Das Angebot „Mediaspace“ ermöglicht es Jugendlichen, verschiedene Medientechniken auszuprobieren und sich mit aktuellen Medienformaten auseinanderzusetzen. Nadine Forster von der Bayerischen Sportjugend stellte außerdem Bewegungsaktivitäten für Kinder und Jugendliche vor, um die körperliche Fitness und soziale Interaktion zu fördern.
Dr. Paul Wengert lobte ein „Positionspapier“ des Kreisjugendrings, das sich für Menschenwürde, Demokratie und Vielfalt einsetzt. In diesem Zusammenhang betonte er die Notwendigkeit, ein klares Zeichen gegen Extremismus zu setzen. Lucia Hacker forderte zudem mehr finanzielle Unterstützung für die Jugendarbeit aus kommunalen Haushalten, um die erfolgreiche Umsetzung der Projekte weiter voranzutreiben.
Medienpädagogik und digitale Herausforderungen
Ein wichtiges Thema, das auch in der Frühjahrsvollversammlung angesprochen wurde, ist die Medienpädagogik. Der Kreisjugendring plant eine Online-Veranstaltungsreihe für Jugendleiter:innen, die auf die Beantwortung von Fragen im Jugendgruppenkontext abzielt. Diese Reihe wird auf dem „Medienführerschein“ der Stiftung Medienpädagogik Bayern basieren und Hintergrundwissen, Werkzeuge sowie Methoden bereitstellen. Der Austausch von Erfahrungen und Lösungsansätzen soll die Medienkompetenz junger Menschen fördern und ihre digitale Identität stärken.
Die Notwendigkeit einer frühen Förderung der Medienkompetenz wird auch von Experten wie Marcel Schröder betont, der auf die Auswirkungen sozialer Netzwerke auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen hinweist. In Anbetracht der Herausforderungen, die durch Vorfälle wie den Großbrand in Flensburg entstanden sind, ist es essenziell, dass Eltern empathisch auf die Sorgen ihrer Kinder eingehen und nicht mit Sanktionen reagieren. Die Verantwortung von Anbietern sozialer Netzwerke zur Moderation von problematischen Inhalten ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, der in der Diskussion um Medienkompetenz immer wieder aufgegriffen wird.
Die nächste Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings Ostallgäu ist für den 18. November geplant, auf der weitere Fortschritte und Herausforderungen der Jugendarbeit besprochen werden sollen. Die Arbeit des Kreisjugendrings und die Initiativen zur Stärkung der Medienkompetenz sind wichtige Schritte, um Jugendliche auf die digitalen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.