Heute ist der 6. Mai 2026 und die Luft hier in Rhön-Grabfeld ist erfüllt von einem Hauch von Tradition und Gemeinschaft. Der Schützengau Rhön-Grabfeld feiert ein ganz besonderes Jubiläum: Sein 70-jähriges Bestehen! Ein Anlass, der die Herzen vieler Schützen höher schlagen lässt. Der Verband, der aus 41 Vereinen besteht, hat sich seit seiner Gründung 1956 – damals spalteten sich sieben Vereine vom Schützengau Rhön-Saale in Bad Kissingen ab – zu einer lebendigen Gemeinschaft entwickelt. Die Gründung wurde von Waldemar Kasparek aus Bad Neustadt vorangetrieben, und heute können die Mitglieder stolz auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Die Jahresversammlung, die im Schützenhaus in Kleineibstadt stattfand, war ein Highlight in diesem Jahr. Die hohe Beteiligung war kein Zufall, schließlich standen turnusgemäße Neuwahlen nach vier Jahren an. Uli Schmitt, der beeindruckende 36 Jahre als Schütze aktiv war und 18 Jahre lang als Gauschützenmeister diente, wurde feierlich verabschiedet. Sein Nachfolger, Michael Richter, 41 Jahre alt, trat in seine Fußstapfen – ein großer Moment für ihn und für den gesamten Schützengau. Auch die langjährige Gaudamenleiterin Heidi Schmitt gab nach 21 Jahren ihr Amt auf. Die Neuwahlen wurden von 1. Bezirksschützenmeister Mathias Dörrie geleitet, der Unterstützung von Bürgermeister Gerd Jäger und dem stellvertretenden Landrat Josef Demar erhielt.

Neues Gauschützenmeisteramt und Ehrungen

Das neue Gauschützenmeisteramt besteht nun aus einer bunten Truppe: Neben Michael Richter als 1. Gauschützenmeister sind Matthias Guck als 2. Gauschützenmeister, Robert Schneider als Gaukassier und Bernd Faulstich als Gausportwart dabei. Die Leitung der Gaudamen übernimmt Heike Nöth. Eine lebendige und engagierte Gemeinschaft, die sich sowohl der Tradition als auch dem modernen Schießsport verschrieben hat! Nach den Wahlen wurden zahlreiche Ehrungen vorgenommen, und die Königsproklamation war ein weiterer Höhepunkt. Mariella Illig wurde zur neuen Gaukönigin gekrönt, während Stefan Strauss und Michael Dömling als 1. und 2. Ritter das Podium komplettierten. Auch Martin Härter, der neue Gau-Auflagekönig, hat seine Auszeichnung mehr als verdient.

Ein weiteres spannendes Event, das die Tradition des Schützenwesens lebendig hält, war das Altersscheibenschießen in Kleineibstadt, das mit 36 Teilnehmern ein voller Erfolg war. Und die Vorfreude auf die geplanten Gaumeisterschaften für verschiedene Disziplinen, die vom 28. Oktober bis 4. November 2023 stattfinden sollen, ist spürbar. Interessanterweise wird die Gaumeisterschaft 2025 nicht alle Disziplinen umfassen, aber die Einführung von MIX Disziplinen ab 2023 sorgt für frischen Wind. Wettkämpfe auf elektronischen Ständen mit direkter Ergebnismeldung an den Onlinemelder – das klingt nach einer aufregenden Zukunft für den Schützengau!

Ein Blick in die Zukunft

Die Dynamik innerhalb des Schützengaus zeigt, dass hier eine lebendige Gemeinschaft am Werk ist, die sich ständig weiterentwickelt. Die Vorbereitungen für die Terminplanung der Gaumeisterschaft 2026 laufen bereits und mögliche Änderungen der Schießorte werden in Betracht gezogen. Es ist spannend zu beobachten, wie Tradition und Moderne hier aufeinandertreffen und eine bunte Mischung aus historischen Werten und neuen Ideen entsteht. Schützenvereine in Rhön-Grabfeld sind mehr als nur Sportgemeinschaften – sie sind ein Ort der Zusammenkunft, des Austauschs und der Freude. Ein Hoch auf die Schützen und auf die nächsten 70 Jahre!

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