In der malerischen Kulisse von Rosenheim dreht sich nicht nur alles um die idyllische Landschaft, sondern auch um die beliebten „Rosenheim-Cops“. Seit satten 25 Jahren spielt Max Müller den Polizeihauptmeister Michi Mohr in der ZDF-Krimiserie. Kaum zu fassen, oder? Müller zählt zu den wenigen Schauspielern, die seit der ersten Folge fest im Team sind, neben Karin Thaler. Doch kürzlich hat es eine Veränderung gegeben: Marisa Burger, die als Sekretärin Miriam Stockl mitwirkte, hat die Serie verlassen. Ein herber Verlust für die Fans!
In einem Interview hat Müller offenbart, dass er keine Freundschaften unter Schauspiel-Kolleg:innen pflegt. Auf die Frage, warum das so sei, erklärte er, dass Enttäuschungen durch sogenannte Freunde ihn zurückhaltend gemacht haben. Stattdessen setzt er auf „gute Bekanntschaft und Kollegialität“ am Set. Das klingt irgendwie nach einer gesunden Einstellung, oder? Müller hat zwei beste Freunde, die nicht in der Branche tätig sind, was möglicherweise auch seine Sichtweise auf die Welt der Schauspielerei prägt. Der hohe Egoismus und der Konkurrenzdruck, die in diesem Beruf herrschen, sind nicht zu vernachlässigen.
Stimmungsvolle Dreharbeiten und persönliche Prioritäten
Die Atmosphäre am Set beschreibt Müller als „meist recht entspannt“. Die meisten Crewmitglieder kennen sich schon lange und das sorgt für eine angenehme Arbeitsumgebung. Aktuell tritt er jedoch kürzer, um mehr Zeit mit seiner 87-jährigen Mutter zu verbringen, die in einem Heim in der Nähe von Wien lebt. Diese persönliche Entscheidung zeigt, dass Familie für Müller einen hohen Stellenwert hat. Das ist in der schnelllebigen Welt des Fernsehens nicht immer selbstverständlich.
In der deutschen Filmbranche, zu der auch die „Rosenheim-Cops“ gehören, tut sich einiges. Im Februar 2024 wurden neue Pläne für die Reform der Filmförderung vorgestellt, die 2025 in Kraft treten sollen. Die deutsche Filmproduktions-Industrie, die eine Vielzahl von Kino-, Werbe- und Fernsehfilmen umfasst, steht vor Herausforderungen. Im Jahr 2022 gab es in Deutschland insgesamt 774 aktive Filmproduktionsfirmen, wobei die Zahl in den letzten Jahren deutlich gesunken ist. Die größten Produktionsfirmen, wie Banijay und All3Media, produzieren Tausende von Minuten Unterhaltung.
Unterhaltung ist der Schwerpunkt der deutschen Film- und Fernsehproduktion und macht mehr als doppelt so viele Produktionsminuten aus wie Informationsfilme oder Dokumentationen. Im Jahr 2023 waren etwa ein Viertel der Filme auf dem deutschen Kinomarkt deutsche Produktionen. Doch das Interesse an deutschen Kinofilmen ist im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Die Anzahl der Erstaufführungen deutscher Spielfilme hat ebenfalls abgenommen, doch es gibt Hoffnung: In den letzten Jahren ist sie schleichend wieder gestiegen.
Ein Lichtblick in der deutschen Filmproduktion ist der Animationsfilm „Überflieger – Das Geheimnis des großen Juwels“, der als Exportschlager des Jahres 2023 gilt. Diese Co-Produktion aus Deutschland, Belgien und Norwegen hat in ausländischen Kinos hohe Umsätze erzielt. Auch die deutsche Produktion „Die Schule der magischen Tiere 2“ war 2022 mit rund 2,6 Millionen Besuchern sehr erfolgreich und gehört zu den zehn erfolgreichsten europäischen Filmen. Die Zukunft der deutschen Filmbranche bleibt spannend, und wir können gespannt sein, wie sich die „Rosenheim-Cops“ und ihre Darsteller in diesem Kontext weiterentwickeln werden.