Am 16. Juli 2026 strömten zahlreiche Interessierte zum Landratsamt Starnberg, um am Infotag für Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz teilzunehmen. Ein Thema, das in unseren unsicheren Zeiten immer relevanter wird. Die DLRG Pöcking-Starnberg stellte dabei eine Drohne mit 4K-Wärmebildkamera vor, die eindrucksvoll demonstrierte, wie moderne Technik bei der Personensuche eingesetzt werden kann. Walter Kohlenz von der DLRG erklärte, wie diese Drohne bei einem Wald- und Wiesenbrand helfen könnte. Eine spannende Vorstellung, die das Publikum mit vielen Fragen zurückließ.

Die Veranstaltung deckte eine Vielzahl an Themen ab, die uns alle betreffen können: Blackouts, Naturkatastrophen, Terror und sogar Krieg. Roland Schwankhart, der Katastrophenschutzplaner, betonte die Wichtigkeit der privaten Krisenvorsorge. Denn im Krisenfall könnte der Landkreis Starnberg nicht alle 140.000 Einwohner versorgen – eine beunruhigende Zahl! Die präsentierten Fahrzeuge und Ausrüstungen von Feuerwehr, THW, Wasserwacht und BRK sorgten für ein Gefühl der Sicherheit, zugleich aber auch der Dringlichkeit.

Technik im Dienst des Katastrophenschutzes

Ein Highlight war das CBRN-Fahrzeug, das bald zur Erkennung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren bereitgestellt wird. Die Teilnehmer erfuhren, dass das THW in Starnberg die einzige Wasseraufbereitungsanlage in Bayern betreibt, die unglaubliche 15.000 Liter Schmutzwasser pro Stunde in Trinkwasser umwandeln kann. Eine beeindruckende Leistung! Diese Anlage kann im Bedarfsfall auch für Krisengebiete angefordert werden, was die Bedeutung solcher Einrichtungen nochmals unterstreicht.

Die Demonstrationen der Rettungsdienste waren ebenso eindrücklich. Ob vermisste Personen, verseuchtes Wasser oder Kommunikationsausfälle – die verschiedenen Szenarien verdeutlichten, wie wichtig koordinierte Hilfe ist. Alfred Artner vom Deutschen Amateur-Radio-Club hob die Rolle der Amateurfunker hervor, die im Krisenfall eine unverzichtbare Kommunikationsschnittstelle darstellen.

Drohnen im Einsatz

Drohnen sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Katastrophenschutzes. Der Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme (Tr UL) des THW nutzt Drohnen zur Lageerkundung bei unübersichtlichen Einsatzlagen. Diese unbemannten Luftfahrzeuge erkunden großflächige Schadenslagen aus der Luft und helfen, vermisste oder verschüttete Personen mit speziellen Sensoren zu orten. Eine beeindruckende Technik, die in der Krisenbewältigung zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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Das THW beschäftigt sich nicht nur mit dem Einsatz von Drohnen, sondern auch mit der Drohnenforschung, um neue Einsatzoptionen zu prüfen. Projekte wie LarusPro, Rescue-Mate und das EU-Projekt Synergise zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Drohnen in Rettungseinsätze zu integrieren. Diese Entwicklungen sind wichtig, denn Drohnen könnten in naher Zukunft zu einem Standard-Einsatzmittel im Bevölkerungsschutz werden.

Standards und Sicherheit im Drohneneinsatz

Die Anwendung von Drohnen birgt jedoch auch Risiken, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten. Daher wurden 2019 Empfehlungen für gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz erarbeitet. Die überarbeitete Neuauflage EGRED 2, die seit Dezember 2023 vorliegt, soll als Grundlage für einen sicheren und effektiven Drohnenbetrieb durch nicht-polizeiliche Organisationen im Bevölkerungsschutz dienen. Diese Standards gewährleisten eine einheitliche Planung und Durchführung von Einsätzen, was in Krisensituationen entscheidend sein kann.

Die Veranstaltung in Starnberg war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig es ist, auf Krisensituationen vorbereitet zu sein. Die Kombination aus moderner Technik, ehrenamtlichem Engagement und professionalisierter Planung kann Leben retten und die Bevölkerung schützen – ein Ziel, das in Zeiten zunehmender Unsicherheiten mehr denn je im Fokus stehen sollte.

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