Es war ein ganz normaler Donnerstagabend, der 21. Mai 2026, als in Starnberg etwas ganz Unerwartetes passierte. Ein Pferd namens Pegasus, das man oft mit seinem Halter an der Seepromenade sieht, fiel plötzlich von einem Steg in den Starnberger See. Das Ganze geschah um 21:15 Uhr, als das Duo einen gemütlichen Spaziergang südlich des Undosa unternahm. Das Pferd erschreckte kurz und plumpste ins Wasser, doch sowohl Pegasus als auch sein Halter blieben glücklicherweise unverletzt.
Der Vorfall zog schnell die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte auf sich. 25 Männer und Frauen von Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei wurden alarmiert, um bei der Rettung zu helfen. Die hohe Kaimauer stellte sich als großes Hindernis heraus, da sie das Pferd daran hinderte, selbstständig an Land zu gelangen. So schwamm Pegasus, begleitet von einem Rettungsboot der Wasserwacht, an der Kaimauer entlang bis zum Münchener Ruder- und Segelverein. Ein beeindruckender Anblick, wenn man bedenkt, dass das Pferd und sein Halter einfach so friedlich im Wasser standen, während die Retter eintrafen.
Ein sicherer Hafen
Als die Retter schließlich eintrafen, war Pegasus alles andere als aufgeregt. Er stand ruhig neben seinem Halter im Wasser. Gemeinsam schwammen sie um den Rettungssteg und konnten im flachen Wasser schließlich die Rampe des Ruder- und Segelvereins erreichen, wo sie von Feuerwehrkräften erwartet wurden. Nach einer kurzen Trocknungsphase machten sich die beiden wieder auf den Heimweg. Komischerweise hatte die Wasserwacht erst 24 Stunden zuvor eine Übung zur Großtierrettung aus dem Wasser durchgeführt – wie praktisch!
Die genauen Umstände des Sturzes sind noch unklar. Vielleicht war es ein plötzliches Geräusch, das Pegasus erschreckte? Sicher ist nur, dass solche Vorfälle nicht ganz ungewöhnlich sind. Jährlich legen rund 100 Kinder im Starnberger See ihr Frühschwimmerabzeichen ab – und Seepferchen gibt es hier viele. In diesem Sinne war der „Einsatz“ für die Wasserwacht also nur ein weiterer, wenn auch etwas ungewöhnlicher Tag im Dienst.
Die Berichterstattung über den Vorfall zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Wasserwacht ist und dass sie für solche Situationen bestens vorbereitet sind. Pegasus und sein Halter können sich glücklich schätzen, dass alles gut ausgegangen ist. Ein weiterer Beweis dafür, dass in Starnberg nicht nur die Landschaft, sondern auch die Gemeinschaft stark ist. Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald ein Video von der kleinen „Wasserschlacht“ auf den sozialen Medien? Wir bleiben gespannt!
