Heute, am 5. Mai 2026, ist der Starnberger See ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende. Doch die Freude über die warmen Temperaturen über 20 Grad wird durch eine unerfreuliche Nachricht getrübt: Die Stege im Erholungsgelände Paradies sind gesperrt. Das hat die Stadt München angeordnet, da dringend Sanierungsarbeiten notwendig sind. Besonders die Kioskbetreiberin Cathrin Dierks und ihre Gäste sind verärgert über die Situation. Sie hatten sich auf einen entspannten Tag am See gefreut, doch nun müssen sie sich mit geschlossenen Zugängen arrangieren.
Steg 4 wurde bereits abgebaut, nachdem er seit Sommer 2025 wegen „Holzzersetzungsprozessen“ in den Stützhölzern außer Betrieb war. Aber auch die anderen Stege sind sanierungsbedürftig. Bürgermeister Rainer Schnitzler hat klargestellt, dass Steg 4 nicht mehr repariert werden kann und deshalb erneuert werden muss. Burkhardt Schütz, der Vorsitzende des Kneippvereins Starnberg, äußert seinen Unmut über den jahrelangen Verfall der Stege. Für die Mitglieder des Kneippvereins ist Steg 1 eine wichtige Anlaufstelle für Wassertreten und Schwimmen. Die Unsicherheit über die Sicherheit der Stege ist besonders besorgniserregend, denn sie wurden auf Schäden untersucht, die bei Sturmereignissen gefährlich sein könnten.
Unverständnis im Gemeinderat
Im Pöckinger Gemeinderat herrscht Unverständnis über die fehlenden Maßnahmen im Winter. Warum wurden die Stege nicht früher saniert? Das ist eine Frage, die sich viele stellen. Vergleicht man die Situation mit der Gemeinde Tutzing, wo proaktive Maßnahmen ergriffen wurden, um Holzstufen rutschfest zu machen, wird das Problem umso deutlicher. In Pöcking bleibt die Hoffnung, dass bald Lösungen gefunden werden. Cathrin Dierks kann es kaum erwarten, ihre Gäste wieder willkommen zu heißen, und hofft auf schnelle Antworten von der Pressestelle des Münchner Baureferats. Leider gibt es bis Redaktionsschluss keine Informationen zu Reparaturterminen.
Die Stege und Treppenabgänge im Erholungsgelände sind mittlerweile etwa 25 Jahre alt, und die Stützhölzer sind altersbedingt morsch. Ein externer Gutachter prüft derzeit den Zustand der Holzkonstruktionen. Die Unsicherheit darüber, wann die Stege wieder freigegeben werden können, bleibt bestehen. Die Stadt München ist damit für die Verkehrssicherung verantwortlich. Doch die Geduld der Anwohner und Besucher wird auf eine harte Probe gestellt.
Sanierung in Starnberg
<pWährend die Stege am Starnberger See auf dringend benötigte Reparaturen warten, sind auch in Starnberg selbst Baumaßnahmen im Gange. Die Sanierung der Josef-Fischhaber-Straße steht auf der Agenda. Hier wird der Straßenkörper erneuert, und auch die Wasserleitungen müssen teilweise erneuert werden. Das Abwasser wird ebenfalls überarbeitet. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Infrastruktur zu verbessern und den Zustand der Straßen zu optimieren. Geplant sind auch neue Grünflächen und durchlässige Parkflächen. Das Ingenieurbüro Weisser Ingenieurgesellschaft mbH aus Bad Aibling hat die Planung übernommen, und die Bauarbeiten sollen bis Ende 2026 andauern.
Die Stadtverwaltung hat die Anlieger bereits über die bevorstehenden Straßensperrungen informiert. Es wird Zeit und Geduld erfordern, aber die Maßnahmen sind notwendig, um den Zustand der Stadt zu verbessern. Während die einen auf die Wiedereröffnung der Stege im Paradies warten, wird in der Stadt Starnberg an der Verkehrsinfrastruktur gearbeitet. Ein stetiger Fluss an Herausforderungen für die Stadtverwaltung und die Bürger, die sowohl auf Erholung als auch auf Sicherheit angewiesen sind.