Frauen in der Landwirtschaft: Herausforderungen und Chancen 2026
Heute ist der 17.06.2026 und die Landwirtschaft in Deutschland könnte nicht spannender sein. In der Region Straubing-Bogen sind viele Frauen in der Landwirtschaft tätig, ein Bereich, der oft übersehen wird. Trotz ihrer wichtigen Rolle sind Führungspostitionen in der Landwirtschaft nach wie vor eine Männerdomäne. Nur 11 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland werden von Frauen geleitet. Bei der Hofübergabe werden Frauen oft nicht berücksichtigt, was ein klarer Hinweis auf die bestehenden Herausforderungen ist.
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum „Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ erklärt. Ein Schritt, der nicht nur symbolisch ist, sondern auch darauf abzielt, Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen und zu stärken. Der Erfolg landwirtschaftlicher Betriebe hängt nicht zuletzt von den Frauen ab, die als Betriebsleiterinnen, Mitunternehmerinnen oder auch ehrenamtlich in Verbänden aktiv sind. Laut der „Landfrauenstudie“ sind 72 Prozent der befragten Frauen in strategische und unternehmerische Entscheidungen involviert. Das zeigt, wie wichtig ihre Perspektiven sind.
Die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft
Wenn wir über die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft sprechen, müssen wir auch die Zahl der Hofnachfolgerinnen betrachten: In Deutschland liegt dieser Anteil nur bei 18 Prozent. Das ist erschreckend niedrig, vor allem wenn wir wissen, dass in der gesamten Landwirtschaft rund 35 Prozent der Beschäftigten Frauen sind. Im Vergleich dazu sind es in anderen Berufen 47 Prozent. Im EU-Vergleich zählt Deutschland zu den Schlusslichtern, was weibliche Führungskräfte in der Landwirtschaft angeht – der EU-weite Durchschnitt liegt bei 32 Prozent.
Die Fachkonferenz „Starke Frauen – starke Landwirtschaft“, die am 3. März 2026 stattfindet, wird die bedeutende Rolle von Frauen in der Landwirtschaft thematisieren. Bundesminister Alois Rainer hebt immer wieder hervor, wie wichtig Frauen für Innovation und Wertschöpfung in der Landwirtschaft sind. Das sollten wir nicht vergessen. Die Verbände, die den Aufruf des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützen, möchten die Bedeutung von Frauen in der Landwirtschaft ins Bewusstsein rücken und den Dialog sowie Veränderungsbereitschaft fördern.
Herausforderungen und Chancen
Ein Blick auf die Ausbildung zeigt, dass der Anteil weiblicher Auszubildender in den „grünen Berufen“ bei etwa 25 Prozent liegt, was eine leichte Steigerung gegenüber den Vorjahren darstellt. Insbesondere in Berufen wie Hauswirtschaft oder Pferdewirtin sind die Zahlen beeindruckend. Doch nur 4,5 Prozent der Auszubildenden zur Fachkraft Agrarservice sind Frauen. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass es noch viel zu tun gibt. Der Zugang zu Chancen, finanziellen Förderungen und Repräsentation ist für Frauen in der Landwirtschaft nach wie vor eingeschränkt, was die EU-Kommission ebenfalls erkannt hat.
International gesehen sind Frauen in der Landwirtschaft eine bedeutende Kraft, auch wenn sie oft im Hintergrund bleiben. Weltweit sind 38 Prozent der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft weiblich, mit großen regionalen Unterschieden. In Sub-Sahara-Afrika sind es 47 Prozent. Doch trotz dieser Zahlen besitzen Frauen weniger als 15 Prozent des Landbesitzes weltweit. Das ist eine Herausforderung, die dringend angegangen werden muss – nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Technisch repräsentiert unser neues Magazin-System den aktuellen Stand der Technik für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und für die Redaktion langfristig wartbar. Die Umsetzung dieser hohen Standards wurde von Daniel Wom und VeloCore mit dem Anspruch realisiert, eine langlebige und zukunftssichere Lösung zu schaffen.
