Schädlinge im Unterallgäu: Gartenliebhaber in Alarmbereitschaft
Heute ist der 4.06.2026 und im Unterallgäu gibt es etwas zu berichten, das viele Gartenliebhaber und Naturfreunde in Alarmbereitschaft versetzt. Mit dem warmen, trockenen Wetter sind die Schädlinge in den Gärten auf dem Vormarsch. Markus Orf, der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, hat in letzter Zeit zahlreiche Raupen und ihre Gespinste an Bäumen und Sträuchern beobachtet. Es ist, als ob sie sich über die Sonne freuen und ihre Zeit im Freien genießen wollen – aber nicht jeder freut sich darüber. Die Raupen können nicht nur die Pflanzen schädigen, sondern auch die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen, denn ihre Haare können allergische Reaktionen auslösen. Also, aufgepasst, wenn ihr in den Park oder am Badesee unterwegs seid!
Die gute Nachricht ist, dass viele Pflanzen sich mit dem nächsten Austrieb, dem sogenannten Johanni-Austrieb, oft wieder erholen. Trotzdem, sollten wir nicht untätig bleiben. Besonders die Bekämpfung der Raupen ist nur bei Bäumen sinnvoll, unter denen man sich häufig aufhält. Also, wenn Ihr in Eurem Garten oder in der Umgebung von Eichen, Apfelbäumen oder anderen befallenen Pflanzen seid, haltet Ausschau nach den kleinen Plagegeistern. Orf empfiehlt, Raupen und Nester nicht ohne Schutzausrüstung anzufassen. Wer hätte gedacht, dass Gartenarbeit so riskant sein kann?
Die häufigsten Schädlinge im Unterallgäu
Die Liste der Schädlinge ist lang und nicht ohne Gefahren. Zum Beispiel die Gespinstmotte, deren schmutzig-gelbe bis grünliche Raupen bis zu 20 mm lang werden können. Diese kleinen Fresser machen sich gerne über Apfelbäume, Weißdorn, Süßkirschen und Traubenkirschen her. Ein mehrjähriger Befall kann den Pflanzen wirklich schaden. Aber keine Sorge, die Natur hat ihre eigenen Helfer: Räuberische Wanzen und insektenfressende Vögel sind natürliche Feinde und helfen, das Gleichgewicht zu halten.
Da wären noch die Frühlingswollafter, die mit ihren bis zu 5 cm langen, schwarz behaarten Raupen und rötlichen Flecken eine gesellige Runde in Gespinsten an Linden und Birken veranstalten. Und dann haben wir den Goldafter, dessen Raupen faustgroße Nester spinnen und besonders gerne an Weißdorn und Obstgehölzen nisten. Hier muss man auch aufpassen, denn die Haare dieser Raupen können ebenfalls allergische Reaktionen hervorrufen.
Und wie könnte ich den Eichenprozessionsspinner vergessen? Diese kleinen Monster leben an Eichen, wandern in Prozessionen (ja, wirklich!) und bilden Gespinstnester, die in etwa die Größe eines Fußballs haben. Ihre Brennhaare können fiese Haut- und Atemwegsreizungen verursachen. Laut den Experten sollte man die Bekämpfung dieser Plagegeister besser Fachleuten überlassen. Die Eichenprozessionsspinner-Raupen sind behaart, während die Gespinstmotte-Raupen unbehaart sind – ein kleiner, aber feiner Unterschied! Wenn ihr also im eigenen Garten einen Befall entdeckt, informiert am besten das Ordnungsamt und lasst die Profis ran.
Ein Blick auf die Folgen
Leider profitieren die Eichenprozessionsspinner auch vom Klimawandel, denn höhere Temperaturen fördern ihr Wachstum. In Dessau etwa wird sogar ein Helikopter eingesetzt, um Biozide in einem 400-Hektar großen Waldgebiet zu versprühen und die Raupen zu bekämpfen. Insofern könnte man sagen, dass die Natur nicht nur ihre eigenen Wege geht, sondern wir Menschen auch immer kreativer werden müssen, um mit diesen Herausforderungen umzugehen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Gartenpflege im Unterallgäu eine wahre Herausforderung ist. Mit der richtigen Vorsicht und etwas Unterstützung von Nützlingen lässt sich jedoch ein harmonisches Zusammenspiel von Flora und Fauna erreichen. Und ganz ehrlich? Ein bisschen Abenteuer in der Natur hat doch auch seinen Reiz!
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