Im Landkreis Weilheim-Schongau gibt es eine ganz besondere Initiative, die es seit nunmehr 25 Jahren gibt: den Elterntalk. Dieses Projekt fördert den Austausch unter Eltern auf eine vertrauensvolle und niedrigschwellige Weise. Begonnen hat alles bayernweit, doch seit 11 Jahren hat sich der Elterntalk auch in Weilheim-Schongau fest etabliert. Hier können sich Mütter und Väter über Themen wie Erziehung, Medien, Konsum und den alltäglichen Familienwahnsinn austauschen und voneinander lernen. Ein Jubiläumsbrunch, der am 11. Juli 2026 stattfand, wurde vom Amt für Jugend und Familie organisiert. Dabei blickten die Teilnehmer auf die Entwicklung des Projekts zurück und sammelten neue Ideen.

Verantwortlich für die Organisation sind Gabriele Jocher (Landkreis West) und Anna Helfert (Landkreis Ost), die zusammen mit dem Amt für Jugend und Familie in Weilheim als Standortpartner agieren. Die Gesprächsrunden werden von geschulten Moderatorinnen geleitet, die dafür sorgen, dass die Atmosphäre entspannt und offen bleibt. Das Ziel? Familien stärken und einen vertrauensvollen Austausch ermöglichen. Wer als Elternteil Interesse hat, kann sich einfach an das Jugendamt wenden oder die Regionalbeauftragten kontaktieren. Die Kontaktinformationen sind ganz einfach: Gabriele Jocher ist unter 0170/4471767 oder gabrielejocher@gmx.de erreichbar, während Anna Helfert unter 08856/813 790 oder elterntalk@penzberg.de kontaktiert werden kann. Weitere Informationen sind zudem auf www.elterntalk.net zu finden.

Die Herausforderungen für Eltern

Viele Mütter und Väter, die sich am Elterntalk beteiligen, möchten gerne erwerbstätig sein. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Die Herausforderung, Kindererziehung und berufliche Anforderungen unter einen Hut zu bringen, ist nicht zu unterschätzen. In Zeiten, in denen der Druck auf Eltern steigt, wird es immer schwieriger, kompetent zu handeln. Ein aktuelles Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beschäftigt sich mit der „Stärkung familialer Beziehungs- und Erziehungskompetenz“. Es benennt Maßnahmen, die Eltern und Erzieher unterstützen sollen, damit sie in dieser herausfordernden Zeit nicht allein dastehen.

Die Notwendigkeit nachhaltiger Unterstützung in verschiedenen Formen wird immer klarer. Der Elterntalk ist hier ein wichtiger Schritt, um Eltern eine Plattform zu bieten, auf der sie sich über ihre Erlebnisse austauschen können. Schließlich geht es nicht nur um das Überleben im Familienalltag, sondern auch um die Förderung von Kompetenzen, die für eine gute Erziehung nötig sind.

Vielfalt der Angebote

Aber das ist längst nicht alles! Neben dem Elterntalk gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Programmen zur Familienbildung, die darauf abzielen, Eltern zu unterstützen. Das Online-Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik bietet fachliche Beiträge zu verschiedenen Methoden und Programmen. Ein Beispiel ist der Eltern-Kind-Kurs „Das erste Lebensjahr“ im Erzbistum Köln, der auf der Kleinkindpädagogik von Emmi Pikler basiert. Präventive Programme wie e:du stärken den Lernort Familie und fördern die ganzheitliche Entwicklung von Kindern.

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Ein weiteres tolles Beispiel ist „Griffbereit“, ein Familienbildungsprogramm für Familien mit und ohne Einwanderungsgeschichte, das sich an Kinder von 1 bis 3 Jahren richtet. Die Initiative „Kleinkind – Medien – Familienalltag“ bietet Hilfestellungen zur digitalen Mediennutzung für Eltern von Kleinkindern. Auch das Programm „Starke Eltern – Starke Kinder“ unterstützt Eltern in ihrer Erziehungsarbeit.

Eltern stehen also nicht allein da – die Vielfalt der Angebote zeigt, dass Unterstützung in der Erziehung unerlässlich ist und auf verschiedene Bedürfnisse eingeht. Der Elterntalk in Weilheim-Schongau ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie lokale Initiativen dazu beitragen können, Eltern in ihrem Alltag zu stärken. Die Gemeinschaft, die dabei entsteht, ist unbezahlbar und bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen.

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