Angriffe auf Politiker: Lasko Schleunung und der Kampf gegen rechte Gewalt in Berlin
In Lichtenberg, einem Stadtteil von Berlin, ist es erneut zu einem bedauerlichen Vorfall gekommen. Lasko Schleunung, ein 19-jähriger Mitglied der Linken, wurde in der Nacht zu Mittwoch im Nibelungenpark angegriffen. Der junge Politiker, der auch auf TikTok eine beachtliche Anhängerschaft von etwa 12.000 Followern hat, wurde Opfer eines Flaschenwurfs, der ihn am Hinterkopf verletzte. Eine aufmerksame Anwohnerin sah den Vorfall und alarmierte umgehend die Sanitäter, die schnell zur Stelle waren. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen, äußert sich jedoch nicht zu möglichen Tatverdächtigen oder Hintergründen der Attacke. Schleunung selbst gibt sich kämpferisch: „Ich bin im Krankenhaus, aber ich bin nicht gebrochen“, betont er in einer Pressemitteilung.
Dieser Übergriff ist nicht der erste, den Schleunung erlebt hat. Seit über einem Jahr steht er im Fokus rechter Gruppen, was sich in einer Reihe von bedrohlichen Vorfällen niederschlug. Im März 2025 wurde er von einem Hooligan bedroht und sogar bespuckt. Ein Drohbrief, auf dem „Lasko töten“ geschrieben stand, wurde in seinem Büro gefunden. Ende Mai 2025 folgte ein weiterer Vorfall, bei dem er verfolgt und am Hinterkopf geschlagen wurde – eine Kopfverletzung war die Folge. Björn Tielebein, der Landesgeschäftsführer der Linken, zeigt sich solidarisch mit Schleunung und spricht von einem möglichen extrem rechten Hintergrund des Angriffs.
Ein Kampf gegen rechte Gewalt
In seiner Pressemitteilung äußert Schleunung, dass die Angriffe auf ihn ein alarmierendes Zeichen für die rechte Gewalt in Berlin sind. Trotz seiner Angst, draußen zu sein, möchte er sich nicht von dieser Furcht leiten lassen. Er hat sogar seine Social-Media-Aktivitäten angepasst und postet jetzt zeitverzögert, um sicherer zu sein. Um seine Sicherheit zu verbessern, hat er ein Sicherheitsbriefing mit dem LKA durchgeführt. Dies zeigt, wie ernst die Lage ist und wie sehr die Gesellschaft unter einem zunehmenden Druck durch rechte Gewalt leidet.
Die Vorfälle, die Schleunung erlebt hat, sind Teil eines größeren Problems. Die Sicherheitsbehörden warnen vor einer zunehmenden Polarisierung und Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft. Digitale Räume und soziale Medien spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung von Hass und extremistischer Propaganda. Gerade in Zeiten internationaler Krisen, wie dem Ukraine-Krieg oder den Auseinandersetzungen zwischen Israel und Hamas, ist die gesellschaftliche Stimmung angespannt. Politisch motivierte Straftaten haben einen neuen Höchststand erreicht, und das Phänomen der politisch motivierten Kriminalität (PMK) ist in den letzten Jahren besorgniserregend gestiegen.
Schleunung, der auch als Bürgerdeputierter aktiv ist, hat große Pläne. Nach der 12. Klasse möchte er eine Schulpause für ein Praktikum machen und strebt an, bis 2061 Kanzler zu werden. Dabei sieht er keinen Widerspruch zwischen seinem Glauben als praktizierender Christ und seiner politischen Haltung. Doch die Herausforderungen, die ihm durch die Angriffe und die allgemeine gesellschaftliche Lage begegnen, sind nicht zu unterschätzen. In einem Klima, in dem Hass und Gewalt zunehmen, ist der Kampf gegen rechte Gewalt wichtiger denn je, und Schleunung ist bereit, diesen Kampf weiterzuführen.
Die Vorfälle rund um Schleunung sind nicht nur persönliche Tragödien, sondern auch ein Alarmsignal für die Gesellschaft. Die Zunahme von Hasskriminalität und die Bedrohung von politischen Akteuren stellen eine ernsthafte Gefahr für die demokratischen Strukturen dar. In dieser angespannten Lage ist es entscheidend, wachsam zu bleiben und den Opfern von Gewalt und Bedrohung Gehör zu schenken. Die Sicherheit und der Schutz von Menschen, die sich für eine offene und gerechte Gesellschaft einsetzen, müssen immer an erster Stelle stehen.
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