In der kommenden Woche wird die Kuseler Lokalredaktion der RHEINPFALZ ein ganz besonderes Projekt auf die Beine stellen. Vom 22. bis 27. Juni 2026 ziehen die Redakteure auf die beeindruckende Burg Lichtenberg, um dort die „Westricher Rundschau“ zu erstellen. Ein solches Event verspricht nicht nur spannende Einblicke in die journalistische Arbeit, sondern auch die Möglichkeit, die Burg selbst besser kennenzulernen. Die Redaktion wird in der Zehntscheune der Burg arbeiten und plant ein vielfältiges Programm: Interviews, die Vorstellung von Burgbesuchern und eine intensive Recherche zu Artikeln stehen auf der Agenda.

Für alle, die neugierig sind, wie der Redaktionsprozess funktioniert, gibt es eine Einladung: Leserinnen und Leser können die Redaktion zwischen 10 und 17 Uhr besuchen und dabei zusehen, wie die Berichterstattung entsteht. Um den Eintritt ins angrenzende Musikantenlandmuseum zu vermeiden, sollten Besucher an der Kasse darauf hinweisen, dass sie zur RHEINPFALZ möchten. Die gesamte Aktion wird zudem durch Artikel, Fotos und Videos dokumentiert, sodass auch die nicht-Anwesenden einen Eindruck von diesem besonderen Erlebnis bekommen.

Burg Lichtenberg: Eine historische Kulisse

Burg Lichtenberg, die um das Jahr 1200 von den Grafen von Veldenz erbaut wurde, hat eine lange und bewegte Geschichte. Interessanterweise geschah dies ohne die nötige Baugenehmigung – die Grafen hatten es einfach gewagt, auf dem Besitz der Bischöfe von Reims zu bauen. Ihr Ziel war es, nicht nur die Region zu bewachen, sondern sie tatsächlich in Besitz zu nehmen. Mit einer beeindruckenden Länge von 425 Metern gehört die Burg zu den größten ihrer Art in Deutschland und hat sich trotz diverser Herausforderungen und eines Brandes im Jahr 1799 nie dem Feind ergeben.

Einmalig ist auch, dass die Burg nie erobert oder zerstört wurde, was sie zur einzigen unzerstörten Burg in der Pfalz nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg macht. Die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1214, und auch wenn es Bestrebungen gab, die Burg zu schleifen, blieb sie intakt. Nach dem Aussterben der Grafen im Jahr 1444 ging die Burg in den Besitz der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken über. Im Laufe der Jahrhunderte diente sie nicht nur als militärische Festung, sondern auch als Wohnsitz für Reformatoren während des Marburger Religionsgesprächs im Jahr 1529.

Ein Ort der Begegnung und Kultur

Die Burg hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Ab 1922 wurde die Vorburg zur Jugendherberge ausgebaut, und seit 1895 steht sie unter Denkmalschutz. Die Zehntscheune erlebte zwischen 1979 und 1984 eine Wiederbelebung, als das Musikantenlandmuseum eingerichtet wurde. Besucher können heute nicht nur die beeindruckende Architektur bewundern, sondern auch mehr über die Tradition der Wandermusikanten aus der Region erfahren. Komischerweise, wenn man durch die alten Mauern schlendert, hat man das Gefühl, die Geschichte flüstert einem zu!

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In den letzten Jahrzehnten hat sich die Burg weiterentwickelt. Im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entstand das „Geoskop“, eine Zweigstelle des Pfalzmuseums für Naturkunde. Auch die Zugänge haben sich modernisiert, etwa die Holztreppe zum Hocheingang, die 2016 durch eine L-förmig angelegte Metalltreppe ersetzt wurde. Die Kombination aus Geschichte und Moderne macht Burg Lichtenberg zu einem spannenden Ziel für alle, die mehr über die Region erfahren möchten.

Für alle, die also am 22. Juni in der Nähe sind – ein Besuch der RHEINPFALZ-Redaktion auf Burg Lichtenberg könnte eine großartige Gelegenheit sein, die lebendige Geschichte dieser beeindruckenden Burg zu erleben und mehr über die journalistische Arbeit zu erfahren. Vielleicht trifft man ja sogar den ein oder anderen Redakteur auf einen Kaffee!

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