Heute ist der 1.06.2026 und in Mahlsdorf, einem charmanten Ortsteil des Bezirks Marzahn-Hellersdorf mit rund 30.000 Einwohnern, gibt es Neuigkeiten, die für viele Bürger von großer Bedeutung sind. Die CDU hat nun offiziell den Ausbau der Tram 62 auf der Hönower Straße befürwortet. Diese Entscheidung kam während eines Pressegesprächs von Mario Czaja, dem Kreisvorsitzenden, und Katharina Günther-Wünsch, der Wahlkreisabgeordneten und Bildungssenatorin. Ein echter Wendepunkt, denn zuvor hatte die CDU sich gegen den Senatsvorschlag ausgesprochen, aber nun lenkt sie ein.

Die Tram 62 ist für Mahlsdorf von zentraler Bedeutung, stellt sie doch das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel dar. Aktuell fährt sie nur im 20-Minuten-Takt zwischen dem S-Bahnhof Mahlsdorf und der Haltestelle Rahnsdorfer Straße – und das auch nur, weil es derzeit lediglich ein Gleis gibt. Um dem steigenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, planen die BVG und der Senat, ein zweites Gleis zu verlegen. Doch das hat seine Tücken: Der Autoverkehr soll über die parallel verlaufende Straße An der Schule geleitet werden, aber die Anwohner dort wehren sich. Sie finden die Straße einfach zu klein für diesen zusätzlichen Verkehr.

Herausforderungen und Lösungen

Die CDU betont, dass die Verwaltung Tatsachen geschaffen hat und eine weitere Variantenprüfung die Planung nur verzögern und die Kosten in die Höhe treiben würde. Lösungen für die Anwohnerprobleme sind bereits in Aussicht: Bedarfsampeln in der Straße An der Schule sollen helfen. Zudem hat der Zustand der Wasserleitungen unter der Hönower Straße die Entscheidung zum Ausbau beeinflusst. Ein Vorfall im Januar 2023, als eine Wasserleitung platzte und die Hönower Straße sperrte, hat die Dringlichkeit unterstrichen.

Die Bauarbeiten für die Straße An der Schule müssen allerdings vor dem Tram-Ausbau erfolgen, und die ersten Schritte sind bereits in Planung. Voraussichtlich sollen die Bauarbeiten 2028 beginnen, mit einer Fertigstellung bis 2030. Doch es gibt auch Schattenseiten: Klagen von Betroffenen könnten den Prozess behindern. Die Auslegung der Pläne für den Tram-Ausbau soll jedoch zeitnah erfolgen.

Politische Uneinigkeit und Bürgerfrustration

Die Bürger in Mahlsdorf warten schon seit Jahrzehnten auf eine moderne Verkehrsanbindung. Und das Geduldsspiel könnte noch länger dauern, denn der zweigleisige Ausbau der Straßenbahnlinie 62 stockt aufgrund politischer Uneinigkeit im Senat. Eike Arnold, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, hat deutlich gemacht, dass die Verzögerung schwer vermittelbar ist und das Vertrauen in die Politik erschüttert. Auch Günther Krug, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, spricht von fast zwei Jahrzehnten Diskussion über den Ausbau. Der aktuelle Takt von 20 Minuten führt zu überlasteten Bussen und Engpässen, was die Situation für die Pendler alles andere als angenehm macht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Eingleisigkeit der Strecke macht sie zudem anfällig für Störungen, die den Tramverkehr in Mahlsdorf beeinträchtigen können. Die Verkehrsverwaltung hat zwar ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet, doch die unterschiedlichen Auffassungen im Senat zur Umsetzung sorgen für weiteren Stillstand. Die Mehrheit im Bezirk und viele Anwohner verlangen seit Langem, dass endlich etwas passiert.

Die SPD-Fraktion drängt auf eine zügige und sachorientierte Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Arnold betont, dass die Verkehrspolitik nicht parteipolitischen Differenzen zum Opfer fallen darf. Die Hoffnung auf eine konstruktive Einigung im Senat bleibt, denn es geht um eine zukunftsfähige Lösung für die Anbindung zwischen Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick.