Wohnungsmarkt in Berlin: Engpass trotz Neubauprojekten in Marzahn-Hellersdorf
In Berlin wird es langsam aber sicher eng auf dem Wohnungsmarkt. Mit über zwei Millionen Wohnungen, die der Hauptstadt zur Verfügung stehen, könnten die Dinge eigentlich besser aussehen. Doch die Realität sieht anders aus: Zehntausende Wohnungen fehlen, und viele der bestehenden sind schlichtweg zu teuer. Der Bausenator Christian Gaebler (SPD) hat bereits angekündigt, dass die ambitionierte Zielmarke von 20.000 neuen Wohnungen auch im Jahr 2023 nicht erreicht wird. Ein klares Zeichen, dass der Senat seine selbst gesteckten Ziele im Wohnungsbau seit Jahren verfehlt.
Besonders im Bezirk Marzahn-Hellersdorf tut sich einiges. Hier gibt es intensive Bautätigkeiten, doch auch hier ist die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum enorm. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften planen für 2023 immerhin den Bau von 7.000 neuen Wohnungen. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber ehrlich gesagt, nicht genug, um den Bedarf zu decken. Die Gesobau hat bereits mit der Vermietung von Wohnungen im Cecilien-Carré in Hellersdorf begonnen. Die Palette reicht von Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, wobei 50% der Einheiten öffentlich gefördert sind – die Nettokaltmiete startet bei 7 Euro pro Quadratmeter, was durchaus attraktiv klingt. Die ersten Wohnungen werden ab heute, dem 16. Oktober, ab 361 Euro kalt angeboten.
Neubauprojekte in Hellersdorf und Marzahn
Wenn wir uns die Neubauprojekte genauer anschauen, sticht besonders der Neubau in der Lily-Braun-Straße 13 und 15 hervor. Hier entstehen 154 Mietwohnungen, von denen 85 mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS) vermietet werden. Die günstigste Wohnung liegt bei 326,27 Euro kalt. In einem Stadtteil, der sich im Wandel befindet, sind 58 Ein-Zimmer- und 66 Zwei-Zimmer-Wohnungen im Angebot – eine gute Möglichkeit für Singles und Paare, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind.
Doch das ist noch nicht alles. Ein Großprojekt an der Allee der Kosmonauten in Marzahn bringt 657 neue Gewobag-Wohnungen auf den Markt. Hier ist die geplante Fertigstellung bis 2027, wobei 609 der Wohnungen ebenfalls mit WBS vermietet werden, beginnend ab 288 Euro kalt. Auch an der Hohensaatener Straße 18 wird kräftig gebaut; hier entstehen 375 Wohnungen, nachdem die alte Kleeblatt-Passage abgerissen wurde. 80% dieser Wohnungen sind für Mieter mit WBS vorgesehen, und die Gesamtfertigstellung ist bis 2028 geplant, mit Preisen ab 432 Euro warm.
Die Mietpreisentwicklung
Ein Blick auf die Mietpreise zeigt, dass Marzahn-Hellersdorf mit einer mittleren Angebotsmiete von 11,38 Euro pro Quadratmeter die niedrigsten Mieten in Berlin hat – da kann man schon ins Staunen geraten! Zum Vergleich: In Mitte liegt die mittlere Angebotsmiete bei 19,91 Euro pro Quadratmeter. Doch der Anstieg ist nicht zu übersehen: Im Vorjahresvergleich gab es einen Anstieg von 17,2 %, was die neue mittlere Angebotsmiete auf 12,94 Euro pro Quadratmeter hebt. Der Trend zeigt klar, dass die Mieten in der Region steigen, was für viele Neu- und Bestandsmieter eine Herausforderung darstellt.
Einen WBS kann man übrigens ganz einfach online beantragen. Für Ein-Personen-Haushalte liegt die Grenze bei einem Nettoeinkommen von bis zu 2.200 Euro. Wer also auf der Suche nach einer neuen Wohnung in Berlin ist, sollte sich unbedingt über die Möglichkeiten informieren und die Angebote in Marzahn-Hellersdorf ins Auge fassen. Die bald eintreffenden Neubauten könnten eine echte Chance für viele sein, um bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Weitere spannende Informationen zu Neubauwohnungen in Berlin gibt es auf der Webseite von Immobilienscout24.
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