Heute, am 2. Juni 2026, werfen wir einen Blick auf die aktuelle Situation in Marzahn-Hellersdorf, einem interessanten Stadtteil Berlins, der in letzter Zeit durch eine Umfrage zur Daseinsvorsorge in den Schlagzeilen steht. Am Donnerstagmorgen fand eine Umfrage am Eastgate-Einkaufszentrum statt, die die Meinung der Anwohner zu verschiedenen Aspekten der Grundversorgung ermittelte. Dabei wurde Berlin als Stadt im Gemeindevergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sehr hoch eingestuft – es belegt den 6. Platz von ca. 11.000 Gemeinden. Das klingt ja erstmal großartig, oder?

Die Studie untersucht Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Mobilität und Freizeit und stellt fest, dass Berlin die beste Grundversorgung unter den Millionenstädten hat. Doch, und das ist ein großes „aber“, berichten viele Anwohner von langen Wartezeiten für Arzttermine. Wie passt das zusammen? Die Gesundheit wird als gut bewertet, aber die Realität sieht oft anders aus. Ein Anwohner, der sich als Neu-Marzahner vorstellt, schildert seine Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche und der Integration – das ist ein Thema, das in der Umfrage ebenfalls angesprochen wurde.

Die Daseinsvorsorge im Detail

Besonders positiv wird der öffentliche Nahverkehr hervorgehoben. Die Menschen sind mit Bus und Bahn sehr zufrieden, und die Dichte der Tram- und U-Bahn-Stationen wird gelobt. So weit, so gut! Aber die Kritik an der Studie ist nicht von der Hand zu weisen. Die Messung der Infrastruktur scheint städtische Gebiete zu begünstigen, während ländliche Gemeinden oft schlechter abschneiden. Ein Problem, das nicht ignoriert werden kann, denn die Herausforderungen in der Grundversorgung bestehen weiterhin.

Im Bildungsbereich belegt Berlin den Rang 353, und es gibt aktuell keine Probleme für Familien, Kitaplätze zu finden. Ein Lichtblick! Außerdem sollen bis Ende 2026 in Marzahn sieben neue Schulen entstehen. Das Bildungsangebot wird jedoch als Momentaufnahme betrachtet, denn in der Vergangenheit war die Situation deutlich schlechter. Ein hoher Anteil an Alleinerziehenden (38%) in Marzahn-Hellersdorf könnte die Bildungsprobleme verstärken – das ist eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist.

Gesundheitsförderung im Fokus

Gesundheit wird in der alltäglichen Umwelt der Menschen geschaffen und gelebt. Um körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erreichen, müssen individuelle und kollektive Bedürfnisse, Wünsche und Hoffnungen erfüllt werden. Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, die bereits 1986 veröffentlicht wurde, betont die Wichtigkeit dieser Themen. Gesundheitsförderung ist eine zentrale Aufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes, die auch auf gesundheitsfördernde soziale und ökologische Bedingungen hinwirken soll. Das Ziel ist klar: Selbstbestimmung und Verantwortung für die eigene Gesundheit stärken.

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In Marzahn-Hellersdorf ist die Gesundheitsförderung eine Querschnittsaufgabe, die alle Politikbereiche betrifft. Die Aufgaben umfassen die Strukturentwicklung und Steuerung kommunaler Gesundheitsförderungsprozesse sowie die Initiierung und Koordination entsprechender Maßnahmen. Bürgerschaftliches Engagement wird ebenfalls gestärkt, was für eine lebendige und gesunde Gemeinschaft unerlässlich ist.

Die Anwohner in Marzahn-Hellersdorf sind sich nicht immer einig über die hohe Rangierung der Daseinsvorsorge. Besonders die medizinische Versorgung wird oft kritisiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird, vor allem mit den neuen Schulen und den Bemühungen um eine bessere Gesundheitsförderung. Die Herausforderungen sind groß, aber die Hoffnung auf Besserung besteht.

Für weitere Informationen zur Daseinsvorsorge in Berlin können Sie die vollständige Umfrage auf der Berliner Zeitung nachlesen.