In Marzahn-Hellersdorf, einem Bezirk Berlins, gibt es ein spannendes neues Projekt, das die Stimmen der Vergangenheit hörbar macht. Unter dem Titel „Geschichtenbänke“ sollen 40 interaktive Bänke entstehen, die mit ortsbezogenen Erzählungen ausgestattet sind. Fünf dieser Bänke sind sogar mit einer Audiotechnik versehen, die Geschichten auf Knopfdruck erzählt. Ein tolles Konzept, um die Vergangenheit lebendig zu halten! Diese sogenannten Hörbänke werden an gut sichtbaren Orten mit Stromanschluss platziert – also keine Ausreden, sich nicht daran zu erfreuen!
Die Idee hinter den Geschichtenbänken ist es, die Vielfalt der Menschen und die Veränderungen im Bezirk zu dokumentieren. Hierbei kommen Geschichten von ganz unterschiedlichen Menschen zusammen: von DDR-Erstbeziehern bis hin zu den neuen Bewohnern, die in den letzten Jahren zugezogen sind. Interessant ist, dass alle Bänke QR-Codes tragen, die zusätzliche Geschichten erzählen. Das Projekt sucht aktiv nach Beiträgen, und jeder ist eingeladen, bis zum 30. Juni Geschichten einzureichen – egal aus welcher Generation oder Lebensrealität. Die Bürger dürfen sogar teilweise mitentscheiden, wo die QR-Code-Bänke aufgestellt werden. Das hat schon fast einen kleinen demokratischen Touch, oder?
Ein doppeltes Jubiläum
Die ersten Bänke sollen direkt nach den Sommerferien aufgestellt werden. Interessanterweise feiert das Projekt ein doppeltes Jubiläum: 40 Jahre Hellersdorf und 25 Jahre nach der Fusion von Marzahn und Hellersdorf. Das klingt nach einer perfekten Gelegenheit, um die Vielseitigkeit der Menschen und die Entwicklung des Bezirks zu feiern. Und als ob das nicht genug wäre, ist eine langfristige Dokumentation der Erinnerungen in einem Buch geplant. Man kann nur hoffen, dass diese Geschichten die nächsten Generationen inspirieren!
Digitale Bürgerbeteiligung
Ein weiteres spannendes Element in Marzahn-Hellersdorf ist die digitale Plattform DIPAS, die den Austausch zwischen Stadt und Bürgern fördert. Sie wird bei städtebaulichen Planungen oder dem Ausbau von Radwegen eingesetzt. DIPAS ist übrigens mehr als nur ein Werkzeug – es integriert interaktive Karten, Luftbilder, 3D-Modelle und Geodaten, was die Bürgerbeteiligung ganz auf ein neues Level hebt! Hier kann man Ideen sammeln, Pläne diskutieren und Geschichten mit Karten erzählen. Es ist faszinierend zu sehen, wie moderne Technologien und Bürgerengagement Hand in Hand gehen können.
Die Geschichtenbänke und die DIPAS-Plattform zeigen, dass man in Marzahn-Hellersdorf nicht nur die Vergangenheit wertschätzt, sondern auch die Zukunft aktiv mitgestaltet. In einer Zeit, in der viele über digitale Distanz klagen, wird hier eine Brücke geschlagen – und das ist doch irgendwie ermutigend!
