In Berlin tut sich einiges – und das nicht nur im politischen Geschehen. Ein spannendes Projekt, das die Immobilienlandschaft in der Hauptstadt prägen könnte, ist das Neubauvorhaben „Marshall One“, das von dem Berliner Immobilienentwickler Diamona & Harnisch ins Leben gerufen wurde. Am Standort Marshallstraße 1 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, direkt neben der Schwimmhalle Hüttenweg, wurde kürzlich das Richtfest gefeiert. Hier entstehen zwei freistehende Gebäude mit insgesamt 60 Eigentumswohnungen, und das Ganze soll bis 2027 fertiggestellt sein. Das klingt nach einer Menge Wohnraum, oder?

Die neuen Wohnungen sind in verschiedenen Größen von 30 bis 147 Quadratmetern geplant und bieten Platz für Zwei- bis Vierzimmerwohnungen. Etwa die Hälfte dieser neuen Wohnungen wird barrierefrei gestaltet, was besonders für ältere Menschen und Familien von Vorteil ist. Zudem wird eine Tiefgarage mit 39 Stellplätzen unter dem Rohbau errichtet, allerdings gibt es bereits Bedenken, wie die Parkplatzsituation sich auf die Nutzung der nahegelegenen Schwimmhalle und des Cole-Sports-Centers auswirken könnte.

Hochwertige Bauweise und Nachhaltigkeit im Fokus

Die Bauweise wird durch elegante Putz- und Backsteinfassaden sowie Fußbodenheizung in allen Wohnungen geprägt. So sind auch Natursteinflächen in den Eingangs- und Gemeinschaftsbereichen vorgesehen – da fühlt man sich gleich viel wohler! Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit: Das Projekt setzt auf Fernwärmeversorgung und eine Photovoltaikanlage, die den hauseigenen Strom erzeugt. Das Ziel ist die Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), was bedeutet, dass mindestens 65 % der Kriterien erfüllt werden müssen. Alexander Harnisch, der Geschäftsführer von Diamona & Harnisch, hebt die Bedeutung einer nachhaltigen Quartiersentwicklung hervor.

Doch wie sieht es aktuell auf dem Berliner Immobilienmarkt aus? Laut einer Marktanalyse von Dahler sinken die Preise für Luxuswohnungen in der Hauptstadt. Obwohl das Angebot an Luxuswohnungen im ersten Quartal 2026 um 19,8 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, fiel der Medianpreis pro Quadratmeter um 5,7 %. Hierbei wurden nur Angebote ab einem Quadratmeterpreis von 8.076 Euro berücksichtigt. Die Preise für die 60 Wohnungen im Projekt „Marshall One“ wurden bisher jedoch nicht veröffentlicht – bleibt also spannend, was da noch kommt!

Die Bedeutung von Zertifizierungen

In Berlin gewinnen Zertifizierungen für umweltfreundliches Bauen zunehmend an Bedeutung. Diese sind nicht nur für nachhaltige Bauprojekte zentral, sondern garantieren auch, dass die Gebäude umweltfreundlich und energieeffizient gestaltet werden. Häufig verwendete Zertifizierungen sind LEED, DGNB und das Passivhaus-Zertifikat. Dabei wird auf Aspekte wie Energieeffizienz, Wasserverbrauch und CO2-Emissionen geachtet. Immer mehr Bauprojekte setzen auf solche Standards, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und zugleich wirtschaftlich attraktive Immobilien zu schaffen.

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Zertifizierte Gebäude bieten zudem ökologische und ökonomische Vorteile – sie sind bei Investoren und Käufern sehr gefragt. Langfristig versprechen solche Immobilien niedrigere Betriebskosten und höhere Mieterträge. Zukünftige strengere Vorgaben zur Nachhaltigkeit könnten den Wert nicht zertifizierter Gebäude drastisch senken. Daher ist die Einhaltung der Zertifizierungsstandards nicht nur ökologischer, sondern auch marktstrategischer Vorteil.

Das Neubauprojekt „Marshall One“ könnte also nicht nur ein neues Kapitel für den Wohnungsbau in Steglitz-Zehlendorf darstellen, sondern auch ein Zeichen für die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Berliner Immobilienmarkt setzen. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie sich die Entwicklungen in Berlin gestalten und ob „Marshall One“ tatsächlich die Gold-Zertifizierung erreichen kann.

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