Die Grünanlage Lakegrund im Baumschulenweg hat nach langen und umfangreichen Bauarbeiten endlich ihr neues Gesicht erhalten. Heute, am 29. Mai 2026, können sich die Anwohner auf eine feierliche Eröffnung freuen, die am Mittwoch, dem 3. Juni, um 16 Uhr stattfinden wird. Diese grüne Oase liegt zwischen der Köpenicker Landstraße und der Neuen Krugallee und wurde mit dem Ziel neugestaltet, die grüne Infrastruktur zu verbessern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Anlage als ein Treffpunkt und Erholungsort für die Nachbarschaft entwickeln wird.
Die Neugestaltung umfasst zahlreiche neue Spiel-, Sport- und Erholungsflächen. Besonders ins Auge fällt die moderne Streetball-Anlage mit Ballfangzaun, die auf der westlichen Wiesenfläche installiert wurde. Für die Kleineren gibt es einen speziellen Bereich mit einer Rundbahn für Laufräder. Neu gepflanzte Sträucher und Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Die Wege sind nun barrierefrei und teilweise wurden die Betonwege entsiegelt, um die Regenwasserversickerung zu verbessern. Im Zentrum der Anlage wartet eine große Calisthenics-Anlage auf alle Sportbegeisterten sowie eine Bolzfläche, die für viel Freude und Bewegung sorgen wird.
Ein grüner Rückzugsort
Die naturnahe Bepflanzung ist ein weiteres Highlight der Neugestaltung. Hier wurden insektenfreundliche Sträucher, Bodendecker und Frühjahrsblüher eingesetzt, um die Biodiversität zu fördern. Staudenbeete und eine Wildblumenwiese sorgen für eine bunte Farbenpracht und laden zum Staunen ein. Die gesamte Neugestaltung ist Teil des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren (LZ) Baumschulenstraße-Köpenicker Landstraße“, das sich über ein großzügiges Fördergebiet von 260 Hektar erstreckt – das größte im Programm „Lebendige Zentren“ in Berlin. Es umfasst überwiegend die Ortsteile Baumschulenweg und Plänterwald, wo es an öffentlichen Freizeitangeboten für Jugendliche, Familien und Senioren mangelt.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein zentrales Anliegen der neuen Anlage ist die Anpassung an den Klimawandel. Die moderne Gestaltung berücksichtigt die Herausforderungen, die extreme Wetterereignisse wie Hitze, Dürre und Starkregen mit sich bringen. Hierbei spielt das Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, das 2020 vom Bund ins Leben gerufen wurde, eine entscheidende Rolle. Mit einem Fokus auf die Erhaltung und Ausweitung öffentlicher Grün- und Freiflächen soll zur klimaangepassten Stadtentwicklung beigetragen werden. Maßnahmen, wie die Sicherung und Vernetzung von Grünräumen, erhöhen den Regenwasserrückhalt und fördern eine gesunde Luftzirkulation.
Die Stadtentwicklung zeigt deutlich, wie wichtig es ist, urbane Grün- und Freiräume zu schaffen, die nicht nur den Klimaschutz unterstützen, sondern auch zur Lebensqualität der Bürger beitragen. Seit 2020 wurden über 300 Projekte in Städten und Gemeinden ausgewählt, die im Rahmen von diesem Förderprogramm realisiert werden. Die Förderung von urbanen Grünräumen ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden und gleichzeitig der Natur einen Platz in der Stadt zu geben.
