Heute ist der 1.06.2026 und in Brandenburg an der Havel wird das Festival „Brandenburg kann“ gefeiert. Der Auftakt am Freitagabend war ein voller Erfolg, mit der Brandenburger Band Trauerberg, die das Publikum mit ihren Songs wie „Dürre“, „Geschmolzener Schnee“ und „Boot fahrn’“ begeisterte. Auch wenn das Wetter nicht mitspielte und stürmischer Wind die Zelte zum Wanken brachte, ließen sich die Festivalbesucher die Laune nicht verderben. Ab 22.30 Uhr trat dann der Headliner Fatoni auf, der durch die Netflix-Serie „Kacken an der Havel“ bekannt wurde. Sein Set musste aus Sicherheitsgründen verkürzt werden, doch die Stimmung blieb positiv – das ist schon mal ein gutes Zeichen!

Die entspannte Kulisse von Marienberg sorgte dafür, dass die Gäste weiterhin fröhlich feierten. Am Samstag startete das Programm bereits gegen 15.30 Uhr und es waren deutlich mehr Menschen gekommen. Nach dem Auftritt des Rappers Cone folgte die Gang um PIMP.P, die mit Autotune und Trap für ordentlich Stimmung sorgte. Besonders applaudiert wurde den „Omas und Opas gegen Rechts“ aus Potsdam, die mit einem politischen Redebeitrag die Menge mobilisierten. Die Dämmerung brachte die Schlussrunde mit der Hinterlandgang, gefolgt von Audio88 und Yassin, und ein Berliner Lo-Fi-Hip-Hop-Duo sorgte für eine energiegeladene Atmosphäre.

Ein Rückblick auf Fatoni

Fatoni selbst wird in den nächsten Jahren mit seiner Solotour „Drama endet nie“ zurückkehren, nachdem er eine Auszeit in der Schauspielerei genommen hat. Sein Musikstil ist fest im klassischen Rap verwurzelt, geprägt von 808-Beats und gesellschaftskritischen Texten. In seinem neuen Album thematisiert er den Moment vor einer anstehenden Katastrophe, und die Themen könnten nicht aktueller sein: Trennungen, geplatzte Hoffnungen, die Unerträglichkeit der Welt und die Versuche, im alltäglichen Wahnsinn nicht zu verzweifeln. “Fahrten auf der Vespa” und das “Glamour von 2-Zimmerwohnungen” – das alles spiegelt seine Gedanken wider. Die Musik wird von Produzenten wie Greedo, Dexter und Torky Tork geprägt und bleibt dabei im authentischen Rap-Sound, lässt aber auch Raum für Pop-Momente und reduzierte Produktionen mit Gitarre und Piano.

Ein positives Fazit

Die Veranstalter berichteten von begeisterten Künstlern, überwiegend gutem Wetter und erfreulicherweise keinen Zwischenfällen. Organisatorin Maya Stehle hofft auf eine zweite Auflage des Festivals und wünscht sich noch mehr Publikum. Das „Brandenburg kann“ hat bewiesen, dass es auch bei stürmischem Wetter nicht nur um die Musik geht, sondern auch um die Gemeinschaft. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Menschen zusammenkommen und das Leben feiern – gerade in diesen Zeiten ist das mehr wert als man denkt.