Heute ist der 13.06.2026 und in Brandenburg wird über ein großes Thema diskutiert: die mögliche Bewerbung für die Expo 2035. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußert dabei Bedenken, vor allem bezüglich der Kosten, die sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen könnten. Was bedeutet das für die Region? Woidke sieht die Notwendigkeit, genau abzuwägen, ob die Vorteile einer Expo die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur aufwiegen. Diese Überlegungen sind nicht nur für Brandenburg wichtig, sondern auch für die gesamte Metropolregion Berlin-Brandenburg.

Auf der anderen Seite steht Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der der Expo eine große Chance für die Region zuspricht. Die Bewerbung ist noch nicht entschieden und das Team um Wegner sowie Woidke prüft derzeit geeignete Standorte und umzusetzen Strategien. Ein möglicher Hauptstandort könnte in der Nähe des Flughafens BER liegen – und Überraschung: Diese Flächen liegen überwiegend in Brandenburg. Die Wirtschaft, vertreten durch Industrie- und Handelskammern sowie Unternehmen wie Tesla und Leag, hat bereits für die Expo geworben.

Wirtschaftliche Perspektiven und Chancen

Ein Blick auf die potenziellen wirtschaftlichen Effekte der Expo zeigt, dass es sich um ein echtes Mega-Projekt handeln könnte. Laut einer Analyse könnte die Metropolregion Berlin-Brandenburg rund 10 Milliarden Euro und deutschlandweit sogar über 20 Milliarden Euro an wirtschaftlichem Aufschwung erwarten. Bis zu 30 Millionen Besucher sollen angezogen werden, was wiederum positive Auswirkungen auf Übernachtungszahlen und Umsätze mit sich bringen würde, besonders in Brandenburg.

Die Vorbereitungen für die Expo fungieren zudem als Konjunkturprogramm: Der Ausbau von Verkehrs- und Digitalinfrastruktur wird beschleunigt, und auch die Bauwirtschaft könnte über fast ein Jahrzehnt hinweg Impulse erhalten. Das klingt doch vielversprechend! Die Dienstleistungsbranche könnte von der steigenden Nachfrage nach Unterkünften profitieren, und auch Gastronomie sowie regionaler Tourismus würden einen Schub erfahren. Klingt nach einer echten Win-Win-Situation, oder?

Politische Entscheidungen und strategische Überlegungen

Die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg müssen bis Mai zustimmen, damit die nationale Bewerbung für die Expo vorangetrieben werden kann. Woidke hat jedoch auch einen anderen Fokus: Er empfiehlt, sich zunächst auf die Bewerbung für die Olympischen Spiele in Berlin zu konzentrieren, die für 2036, 2040 oder 2044 ins Auge gefasst werden. Eine nationale Entscheidung über die Bewerbung fällt am 26. September, und die Konkurrenz ist stark: München und die Rhein-Ruhr-Region sind ebenfalls im Rennen. Hamburg hat sich nach einem negativen Bürgerentscheid bereits aus dem Wettbewerb zurückgezogen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In der politischen Debatte wird klar, dass die Priorität auf den Olympischen und Paralympischen Spielen liegt. Aber die Expo wird als langfristiger Entwicklungsmotor und Jahrhundertchance für die Region betrachtet. Ein Konzept für die Bewerbung existiert bereits und wird von der Wirtschaft unterstützt. Die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg spielt hierbei eine bedeutende Rolle, indem sie den Expo-Bewerbungsprozess und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern fördert. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden.

Ein modernes Nachrichtenportal muss für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb haben wir unser Magazin mit VeloCore konsequent nach WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt - die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom.