Heute ist der 27.04.2026. In Cottbus, Brandenburg, kommt es erneut zu einem besorgniserregenden Vorfall, der die rechtsextreme Szene in der Region in den Fokus rückt. Cottbus gilt seit Jahrzehnten als Hochburg für rechtsextreme Aktivitäten, und die jüngsten Ereignisse zeigen, dass die Angriffe auf Andersdenkende zunehmen. Ein Hakenkreuz, 1,0 m x 1,5 m groß, wurde an der Fassade der örtlichen Synagoge entdeckt. Die Polizei reagierte sofort und klebte das Hakenkreuz ab, bevor sie dessen Entfernung veranlasste. Trotz dieser Anfeindungen gibt die jüdische Gemeinde an, dass sie derzeit keine Angst verspürt.

Dieser Vorfall ist nicht isoliert, sondern Teil eines größeren Musters von Angriffen in der Region. So wurde das alternative Wohnprojekt „WK51“ attackiert, als Unbekannte eine gezündete Bengalo-Fackel in den Hausflur warfen. Glücklicherweise mussten die Bewohner nur wegen des Rauchs das Gebäude verlassen, es gab jedoch keine Verletzten. Diese Art von Gewalt ist nicht neu; bereits in der Vergangenheit kam es zu ähnlichen Angriffen auf „WK51“ sowie auf „Zelle 79“, wo ebenfalls Hakenkreuze gefunden wurden. Zudem wurden Randalierungen vor der Wohnung eines Studentenpfarrers gemeldet.

Ein Anstieg rechter Gewalttaten

Ein besorgniserregender Trend zeichnet sich ab: Laut dem Verein Opferperspektive gab es im Jahr 2025 insgesamt 290 Angriffe auf Andersdenkende in Brandenburg, was einen alarmierenden Anstieg rechter Gewalttaten dokumentiert. Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg hat sich ebenfalls zu den Angriffen geäußert und fordert mehr Schutz für die betroffenen Gemeinschaften. Der Staatsschutz der Polizei prüft derzeit, ob mögliche rechtsextreme Täter hinter diesen Straftaten stecken.

Diese Vorfälle werfen ein grelles Licht auf die Situation in Cottbus und der umliegenden Region. Die wiederholten Angriffe auf jüdische Einrichtungen und alternative Wohnprojekte sind nicht nur ein Angriff auf die jeweiligen Gemeinschaften, sondern auch ein Zeichen für die gesellschaftlichen Spannungen, die in Deutschland herrschen. Es bleibt zu hoffen, dass die Behörden energisch gegen diese Gewalt vorgehen und die betroffenen Gruppen besser schützen.