Chancencenter in Frankfurt (Oder) eröffnet: Unterstützung für Migranten mit unsicherem Aufenthaltsstatus
Heute ist der 5.06.2026 und in Frankfurt (Oder) tut sich einiges. Das Chancencenter der Landesübergangseinrichtung hat am 1. Juni 2026 seine Türen geöffnet und bietet Migranten mit unsicherem Aufenthaltsstatus eine wertvolle Unterstützung. Der brandenburgische Sozialminister René Wilke von der SPD hat sich bereits vor Ort ein Bild gemacht. „Wir müssen diesen Menschen eine Bleibeperspektive bieten“, sagte er und stellte fest, dass bisher zu wenig für sie getan wurde. Hier wird nun ein Ansatz verfolgt, der Integrationsleistungen und Arbeitsmöglichkeiten miteinander verbindet.
Das Chancencenter richtet sich an Personen mit ungeklärtem Status, darunter Menschen mit Duldungen oder laufenden rechtlichen Klärungen. Der Minister betonte, dass Migranten durch die angebotenen Qualifikationen und Sprachkurse einen regulären Weg in Deutschland erarbeiten können. Diese Möglichkeit ist wichtig, denn wer die Chance nicht nutzt, könnte in das Regelsystem zurückgeführt werden, was unter Umständen zu Abschiebungen oder einer freiwilligen Ausreise führt. Aktuell sind rund 100 Migranten vor Ort, darunter Männer, Frauen und Kinder. Ab August soll die volle Kapazität des Centers ausgeschöpft werden.
Integration und Qualifizierung
Im Chancencenter werden Qualifikationen und Sprachkurse angeboten, und es gibt sogar eine Kinderbetreuung. Das Land unterstützt die Migranten dabei, Kontakt zu Unternehmen für Arbeitsplätze oder Praktika aufzunehmen. Besonders in den Bereichen Logistik, Pflege und Gastronomie sollen schnelle Vermittlungen in den Arbeitsmarkt erfolgen. Der erste Deutschkurs hat bereits begonnen, mit 17 Teilnehmenden aus Kamerun, Kenia, Afghanistan und Südafrika. Das Ziel ist klar: Integration fördern und die Menschen in die Gesellschaft einbinden.
Die Zielgruppe umfasst Menschen mit abgelehntem Asylantrag, die für Qualifizierung und Beschäftigung in Betracht kommen. Jährlich könnten etwa 200 bis 300 Personen von dieser Initiative profitieren. Der Aufenthalt im Center hängt stark vom individuellen Integrationsprozess ab, was bedeutet, dass jede Geschichte und jeder Weg einzigartig sind.
Brandenburger Arbeitsmarkt im Blick
In einem breiteren Kontext betrachtet, zeigt sich der Arbeitsmarkt in Brandenburg als robust, wie der Arbeitsmarktbericht vom Januar 2024 bestätigt. Arbeitsminister Jörg Steinbach hebt hervor, dass die Fortschritte bei der Arbeitsmarktintegration von Migranten einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität leisten. So wurden 2023 insgesamt 165 Personen durch das Regionale Integrationsnetzwerk Brandenburg qualifiziert und begleitet. Ein Beispiel ist die Friseurmeisterin polnischer Herkunft, die nach einem Seminar ihren eigenen Salon eröffnet hat.
Der Arbeitsmarkt in Brandenburg hat seine Herausforderungen. Im Januar 2024 waren 84.818 Menschen arbeitslos gemeldet, was einen Anstieg von 5.373 im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Insbesondere junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sind betroffen – hier gab es einen Anstieg um 5,5 Prozent im Jahresvergleich. Die Maßnahmen zur Integration von Migranten, wie Sprachkurse und Qualifizierungen, sind daher nicht nur wichtig für die betroffenen Personen, sondern auch für die gesamte Region, um Fachkräfteengpässe zu beheben.
Das Chancencenter und die Initiativen zur Arbeitsmarktintegration sind damit ein zentraler Bestandteil der Bemühungen, die Lebensperspektiven von Migranten in Brandenburg zu verbessern. Die Unterstützung durch das Land und die gezielte Förderung durch Programme wie „IQ – Integration durch Qualifizierung“ zeigen, dass hier ein Weg eingeschlagen wird, der hoffentlich viele Menschen erreichen und ihnen helfen kann, ein neues Leben in Deutschland aufzubauen. Der Fokus liegt auf Integration, und das ist in diesen Zeiten besonders wichtig.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen zur Integration von Migranten in Brandenburg, besuchen Sie bitte die Tagesschau oder die offizielle Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg.
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